Dienstag, 5. Dezember 2017

Sammlerherz 18

Ich hinke ein wenig hinterher mit meiner Besprechung, muss ich gestehen, denn kürzlich ist bereits die 19. Ausgabe von Sammlerherz erschienen, dem Magazin für den Comic- und Nostalgiefreund. Doch widmen wir uns zunächst der Nummer 18, deren Titelbild eine Zeichnung von Johann Kiefersauer präsentiert und die einmal mehr als abwechslungsreicher und bunter Lesespaß daherkommt.

Gleich der erste Artikel – oder Bildreportage, wie es im Heft steht – von Hans-Joachim Neupert nahm mich gefangen, fühlte ich mich doch in meine eigene Kindheit zurückversetzt. Um Quartette geht es, jene Kartenspiele, die uns als Kinder begeisterten und an die ich schon lange, lange nicht mehr gedacht habe. Unzählige Motive gab es, wie hier nachzulesen ist: Winnetou und Tarzan, Grzimeks Tierbilder und Märchenfiguren, Städte und bekannte Persönlichkeiten. Ich erinnere mich daran, dass ich und meine Brüder Autos, Rennwagen, Schiffe und Flugzeuge bevorzugten, den technischen Kram also. Das Raumpatrouille- und das Perry Rhodan-Quartett sind zu meinem Leidwesen allerdings völlig an mir vorbeigegangen. Dafür erinnere ich mich an das Bonanza-Quartett, ja, das habe ich besessen. Heute leider nicht mehr, schade. Das wäre wie die beiden davor genannten ein schönes Sammlerstück. Dafür war es ein schöner Artikel, mein Favorit in dieser Ausgabe.
 
Echte Raritäten gibt es zu bestaunen in Eckhardt Walters reich bebildertem Beitrag „Schätze aus dem 19. Jahrhundert“, die er selbst bei einem Spezialisten bewundern durfte. Die Titelbilder und Illustrationen von Märchenbüchern, Westernromanen wie Lederstrumpf, Piratengeschichten und Ritterstories aus jener Zeit sind eine Augenweide. Glücklich, wer solche Schätze in seiner privaten Bibliothek stehen hat. Eine echte Leiche hingegen möchte wohl niemand im Haus haben – Hans Erich Dingel blickt weit über den Tellerrand hinaus und ruft den Mordfall Rosemarie Nitribitt in Erinnerung.
 
Marco Löffelhölz berichtet über Hörspiele, und Peter Kronhagel rezensiert den mir unbekannten Comic „Tex & Mex“ von Peter Wiechmann. Dessen humorige Extrablätter klagen zudem die Comic Prohibition an und klären Grandma Daltons Verschwinden. Comicsammler Eckhardt Walter liefert einen Erfahrungsbericht über seinen Umzug. Den kann ich als Büchersammler bestens nachvollziehen. Es gibt den zweiten Teil von Daniel Kaufungs Artikel über Johann Kiefersauers Mecki, einen Blick auf Waldbilder des spätromantischen (und in der vorigen Ausgabe ausführlich gewürdigten) Naturmalers Hermann Vogel. Zur Erheiterung reizt ein Fundstück von Hans-Joachim Neupert, das er auf der Rückseite der Neujahrsausgabe der Hörzu aus dem Jahr 1957 entdeckte, nämlich wie man sich damals die Welt anno 2000 vorstellte.
 
Hans Simon beschäftigt sich mit dem Historiencomic Quetzalcoatl. Klingt heftig, spannend und gut und wirft bezeichnende Schlaglichter auf den Konquistador Cortéz, den Neil Young einst im gleichnamigen Lied folgerichtig als „Cortéz the Killer“ bezeichnete. Bildberichte von Clubtreffen runden Sammlerherz 18 ab. Dazu gibt es selbstverständlich die Fortsetzungen des Comics um „Hauptmann Greko“ sowie von Hans Simons Roman „Arthur“.

Montag, 4. Dezember 2017

Alles Gute, Peter Stöger

„Spürbar anders“ will man sein beim 1. FC Köln, und diese zwei Worte hat man sogar als eingängigen Slogan auserkoren. Was darunter zu verstehen ist, sei dahingestellt, aber zumindest klingt der Slogan gut, und er lässt eine Menge Raum für Interpretationen. Im Grunde kann sich jeder darunter vorstellen, was ihm sympathisch ist, und somit ist er natürlich ein gewitztes Wortkonstrukt, auf das sich alle einigen können.
 
Doch was ist so spürbar anders, wenn man die letzten Wochen und besonders die letzten Tage in den Befindlichkeiten des 1. FC Köln und die Vorstandsposse um Trainer Peter Stöger betrachtet? Das Trauerspiel ist vorbei, die hoffnungslos überforderten und sich zuletzt einfach nur noch dilettantisch aufführenden Verantwortlichen in der Clubspitze des FC haben einen Schlussstrich gezogen und Peter Stöger entlassen. Obwohl, von einem Schlussstrich kann keine Rede sein, wenn man sich ansieht, was seit der Trennung in den sozialen Netzwerken los ist. Mehr denn vielleicht je zuvor demonstrieren die Fans des FC den Schulterschluss mit dem beliebten Stöger.
 
Fußballfans haben ein feines Gespür für Gerechtigkeit im Fußball, das beweisen die Ereignisse um Peter Stöger eindringlich. Der Fußballlehrer aus Wien hat in seiner viereinhalbjährigen Tätigkeit für den FC das nach Köln zurückgeholt, was man in der Domstadt kaum noch kannte, nämlich den Erfolg. Er führte die Mannschaft aus der 2. Liga nicht nur in die Bundesliga, sondern in der vergangenen Saison sogar – und das kann man guten Gewissens als sensationell bezeichnen – nach Europa. Internationale Begegnungen gab es hier seit fünfundzwanzig Jahren nicht mehr – und wird es vermutlich im nächsten Vierteljahrhundert nicht mehr geben.
 
Für den Absturz in dieser Saison kann Peter Stöger meiner Meinung nach nur wenig, und das sehe nicht nur ich so. Mit dem vorhandenen Spielermaterial kann Stöger weder diverse Ausfälle ersetzen, darunter langzeitverletzte Leistungsträger wie Marcel Risse oder Jonas Hector, noch kann er den Ball selbst ins gegnerische Tor tragen. Dafür sind andere zuständig, allen voran ein bislang glänzend gescheiterter und hinter sämtlichen Erwartungen zurückbleibender Jhon Cordoba. Der Siebzehn-Millionen-Einkauf geht wie weitere Neuverpflichtungen, die die an sie gestellten Erwartungen nicht erfüllen konnten, auf die Kappe von Jörg Schmadtke. Ende November brachte FC-Torwart Timo Horn es mit den Worten „Der Trainer ist die ärmste Sau“ auf den Punkt.
 
Denn Peter Stöger tat, was in seiner Macht stand, um mit der Mannschaft aus der verfahrenen Lage heraus- und vom Tabellenende wegzukommen. Er lebte den FC, das merkte man ihm an, und er scheute nicht davor zurück, sich vor die Jungs zu stellen und als Blitzableiter zu dienen. In der Außendarstellung war er der Einzige, den man ernst nehmen konnte. Der Vorstand versteckte sich stets hinter seinem (und früher auch hinter Schmadtkes) Rücken. Peter Stöger ist eloquent, charmant und – menschlich, was man in seinem Umgang mit anderen merkte und was im kalten Fußballgeschäft leider viel zu selten vorkommt. Zudem hat mich sein Wiener Schmäh zu so manchem Schmunzeln hingerissen.

Ich habe oft mitbekommen, dass er Köln und dass die Kölner Fans ihn ins Herz geschlossen haben. Und natürlich, das Wichtigste bei alledem, er versah seinen Trainerjob beim FC bis zuletzt mit Leidenschaft. Er tat es mit Herzblut und mit Hingabe, bis zum Tag der größten Instinktlosigkeit des Vorstands überhaupt, nämlich Peter Stöger nach einem nicht nur höchst respektablen, sondern zudem verdienten 2:2 Unentschieden auf Schalke zu entlassen.
 
„Spürbar anders“ will man also sein beim FC, doch leider ist dieses Motto zur Phrase verkommen. Spürbar anders wäre man gewesen, hätte man ein wenig mehr Mut bewiesen und Peter Stöger ohne Wenn und Aber die Chance gegeben, doch noch da unten rauszukommen. Hätte es nicht geklappt, wäre man mit ihm in die 2. Liga gegangen, aus der er den FC schon einmal nach oben führte. Ich hätte diesen Weg voll und ganz unterstützt, und viele andere auch, wie ich persönlichen Gesprächen und unzähligen öffentlichen Kommentaren entnehme.

Ich bin enttäuscht und sauer über die Entscheidung des Vorstands. Ich hätte Peter Stöger gewünscht, hier weitermachen zu dürfen. Ich wünsche ihm alles Gute und bin sicher, dass man ihn schon bald auf einer anderen Fußballbühne wiedersehen wird.

Mittwoch, 29. November 2017

Falk und der Einäugige Tarsus

Heute habe ich die Schreibarbeit an einem weiteren Falk-Roman abgeschlossen. Damit habe ich Hansrudi Wäschers erste Falk-Serie für den Lehning-Verlag und den großen Handlungsbogen um die Reise von Falk und Bingo nach Süden vollständig in Romanform gebracht. Wir erinnern uns: die Freunde sind Richtung Orient aufgebrochen, weil Bingo einige für seine Zaubertricks erforderliche Ingredienzien ausgegangen sind. Der einzige Ort, wo sich der Gaukler Ersatz beschaffen kann, ist das sagenumwobene Morgenland. Ob die beiden Ritter ihr Ziel erreichen, lasse ich dahingestellt.
 
Die bunte Geschichte hat wieder einiges zu bieten. Die Freunde bekommen es nämlich mit Sklavenhändlern, Piraten und einem einäugigen Tyrannen zu tun. Die schmutzigen Geschäfte eines Schurken in der Maske eines Biedermannes kommen Falk und Bingo teuer zu stehen, als sie sich unversehens in der Rolle von Gefangenen wiederfinden. Nach dem in Band 3 (In Fürst Ortwins Gewalt) geschilderten Abenteuer mit dem Seeadler kehrt Falk in Band zur Seefahrt und aufs Meer zurück.
 
Für Wäscher-Fans hier noch die Auflistung der für den Roman verwendeten Piccolos: 148 Hinter der Wegbiegung, 149 Ohne Gnade, 150 Die Falle am Schluchtausgang, 151 Wir kämpfen uns durch, 152 Kurz vor Morgengrauen, 153 Verraten und verkauft, 154 Der schlaue Sargmacher, 155 Besuch in der Nacht, 156 Flucht in den Tod, 157 Versenkt, 158 Die Insel der Hoffnungslosen, 159 König Bingo der Erste, 160 Gehen sie in die Falle, 161 Die Mehrheit ist dagegen, 162 Die Katastrophe, 163 Der Verräter, 164 Lebt wohl, Freunde.


Donnerstag, 23. November 2017

Der Fabylon-Verlag feiert Jubiläum

... und das gleich in doppelter Hinsicht. Der Verlag feiert nämlich zum einen sein dreißigjähriges Bestehen und veröffentlichte zum anderen just das 300. Buch. Dabei hat sich Fabylon voll und ganz der phantastischen Literatur verschrieben. Eine respektable Leistung der beiden Verleger Uschi Zietsch, die den meisten auch als Schriftstellerin ein Begriff sein dürfte, und Gerald Jambor-Zietsch.

In der Anfangszeit des Verlags erschien dort einmal eine Story von mir in einer Kurzgeschichtensammlung. Ich kann mich nicht an den Titel erinnern, weder an den der Story noch an den der Sammlung. Über Kurzgeschichten zur damaligen Zeit habe ich nicht besonders akribisch - nein, eigentlich gar nicht - Buch geführt. Ärgerlich. Das Belegexemplar befindet sich jedoch in den unergründlichen Tiefen meiner Privatsammlung.

Auf jeden Fall beglückwünsche ich Uschi und Gerald zu ihrem Durchhaltevermögen, ihrem Erfolg und dem tiefen Fußabdruck, den der Fabylon-Verlag bis heute in der deutschen Phantastik-Szene hinterlassen hat. Ich drücke die Daumen, dass es noch viele Jahre so weitergehen möge.

Die Verlagsseite findet sich hier:
http://www.fabylon-verlag.de/

Mittwoch, 22. November 2017

Fünfhundert Lustige Taschenbücher


Als Kind und Jugendlicher war ich ein begeisterter Leser und eifriger Sammler von Walt Disney's Lustigen Taschenbüchern. Wann ich damit aufgehört habe, kann ich heute gar nicht mehr sagen. Ich weiß auch nicht, was aus der Sammlung geworden ist. Vermutlich blieb sie wie so vieles andere auch bei einem Umzug auf der Strecke. In späteren Jahren stolperte ich immer mal wieder über eine Werbung oder sah ein Lustiges Taschenbuch im Laden stehen. Dass sie noch erscheinen, war mir also durchaus bewusst, wenngleich ich lange Zeit kein Interesse mehr daran hegte. Doch nun las ich irgendwo, dass die 500. Ausgabe erschienen ist, und das auch noch passend zum fünfzigjährigen Jubiläum – ein willkommener Anlass, mal wieder einen Blick hineinzuwerfen. LTB 500, das keinen Titel trägt, sondern als „Jubiläumsausgabe“ daherkommt, kann man von vorne wie von hinten lesen.
 
Der vordere Teil beinhaltet eine fast 150 Seiten lange Geschichte mit phantastischem Inhalt. Dagobert Duck geht seiner Glücksmünze verlustig. Der Zehnzentkreuzer wird ihm nämlich von einem Zeithüter stibitzt, woraufhin eine Lawine haarsträubender Ereignisse in Gang gerät. Um den Glückszehner wiederzubekommen, muss die Duck-Sippe beim Großen Preis von Entenhausen antreten, und das sowohl in der Vergangenheit als auch im 23. Jahrhundert. Dabei müssen sich die Ducks mit allerlei Gegnern herumschlagen, von denen jeder eigene Motive verfolgt, den Glückszehner an sich zu bringen. Die Panzerknacker sind ebenso mit von der Partie wie die Hexe Gundel Gaukeley, Klaas Klever, Gustav Gans und der Destruktor. Zum Glück greift hin und wieder Phantomias ein, wenn die Schurken es allzu bunt treiben. Eine schön abgedrehte Geschichte mit vielen alten Bekannten, die mir so manches Schmunzeln entlockte.
 
Im hinteren Teil, den man auch von hinten lesen muss, gibt es sechs unterschiedlich lange Kurzgeschichten, eine davon sogar nur ein Einseiter. Es beginnt mit Goofy, der eine Sprachschule für Papageien eröffnet und auf ein besonders gewitztes Exemplar stößt. Der Papagei kennt nämlich eine geniale Formel von Professor Proton auswendig, was Goofy mitten hinein in einen Kriminalfall versetzt. Diesen kann nur sein Freund Micky Maus aufklären, der prompt das Phantom als Übeltäter entlarvt. Gundel Gaukeley bekommt ihren Einseiter mit nur vier Zeichnungen, aber einem netten Plot. Mit außerirdischen Andenkensammlern, die sogar die Sphinx ins Weltall entführen, müssen sich die O.M.A.-Agenten Donald und Dussel Duck herumschlagen. In einer sechsseitigen Geschichte muss Pluto einsehen, dass er als Hund einem Igel gegenüber das Nachsehen hat. Wiederum Dagobert gerät in die bei ihm nicht unübliche Goldgier, als er erfährt, dass der Alchemist Zausel Zinnober mittels seines magischen Weisenkiesels jedes Metall in Gold verwandeln kann. Das hält Dagobert nicht einmal davon ab, im tiefsten Urwald maskiert an einer magischen Nacht teilzunehmen, bei der er erneut mit der Hexe Gundel Gaukeley aneinandergerät. Die zweitkürzeste Geschichte schließlich stellt Daisy und ihren verzweifelten Kampf mit einem Haushaltsmixer in den Mittelpunkt. Zum Glück gibt es den genialen Erfinder Daniel Düsentrieb, der alles zum Guten wendet.
 
Es hat Spaß gemacht, mal wieder in ein Lustiges Taschenbuch hineinzuschnuppern. Ich glaube, das werde ich wiederholen.

Montag, 20. November 2017

30 Jahre Rockpalast-Fete

Das war mal ein runder Geburtstag am Samstag für die alljährlich stattfindende Rockpalast-Fete. Seit sage und schreibe dreißig Jahren veranstalten ein paar nimmermüde Musikenthusiasten die private Party im alten Fort im Friedenspark in der Kölner Südstadt. Ich weiß nicht mehr, wann ich zum ersten Mal daran teilgenommen habe, aber lang ist's her.

Wie immer gab es am Eingang ein Kölschglas, das zum einen als Eintrittskarte und zum anderen für die eigene Getränkeversorgung dient. Denn gezapft wird selbst. An mehreren Stellen in dem Gewölbe stehen Fässer, an denen man sich bedienen kann, ebenso wie an antialkoholischen Getränken und verschiedenen Eintöpfen. All das die ganze Nacht hindurch für 15 Euro. Wer da noch meckert, dem ist nicht zu helfen - tut aber auch keiner. Die Räumlichkeiten müssen auch bezahlt werden, und dennoch schaffen es die Veranstalter meistens, einen kleinen Überschuss zu erwirtschaften, der wohltätigen Zwecken zugute kommt. Kein Cent geht in die eigene Tasche.

Das Kölschglas, längst Kultobjekt in Sammlerkreisen, wird jedes Jahr von einem anderen Motiv aus der Musikszene geschmückt. Diesmal war es das Cover von Nirvanas Nevermind-Album, nachempfunden von meinem alten Kumpel Mathias, der auch für den graphischen Bereich bei BAP zuständig ist. Drinnen hingen nebst dem großen Rockpalast-Banner diverse Plakate von Rockpalast-Konzerten der vergangenen Dekaden.

In diesem Jahr füllte sich das Gewölbe besonders schnell. Dreihundert Besucher, so schätze ich, fanden sich ein. Der Besucherstrom überraschte selbst die Veranstalter ein bisschen. Schon lange vor Mitternacht waren die 240 aktuellen Kölschgläser vergriffen, und eiligst musste Nachschub herangeschafft werden. Das geschah in Form von Gläsern mit Motiven der vergangenen Jahre. Das klappte vorzüglich, genau wie die Kölschversorgung.

Im Mittelpunkt der Rockpalast-Fete stand natürlich wie immer die Musik, ordentliche handgemachte Rockmusik, bei der durchgängig getanzt werden kann. Das ging von David Bowie bis zu Iron Maiden, von Patti Smith bis zu Pearl Jam, von Bruce Springsteen bis zu den Ramones. Einige Stücke trieben mich sogar auf die Tanzfläche. Deep Purple und AC/DC waren es, Rainbow und Judas Priest. Schnell klatschnass, merkte ich, dass ich das nicht mehr gewohnt bin. Spaß gemacht hat es trotzdem.

Neben der tollen Musik freute mich über das Wiedersehen mit alten Bekannten, die ich genau einmal im Jahr treffe, nämlich zu diesem Anlass. Es gab einige große Hallos und so manchen Verzäll. Die Stunden vergingen wie im Flug, und in den frühen Morgenstunden verabschiedete ich mich von einer einmal mehr tollen Rockpalast-Fete. Mit der Hoffnung, niemanden zu vergessen, bedanke ich mich bei den Veranstaltern Uwe, Britta, Michael, Clark und Harry.

Der Termin für die nächste Rockpalast-Fete, dann wieder am gleichen Veranstaltungsort, steht übrigens schon fest: 17. November 2018. Bis dahin!

Mittwoch, 15. November 2017

Terra im Visier

Belegexemplare in der Post, denn der neue Ren Dhark ist eingetroffen. Band 72 von Weg ins Weltall schrieb ich gemeinsam mit Nina Morawietz und Jan Gardemann. Das Exposé stammte von Ben B. Black, das Titelbild von Ralph Voltz.

Das System der Großen Sonne entpuppt sich als weiterer nicht ganz unproblematischer Ort in der Galaxis Voktar. Ren Dhark und seine Begleiter müssen sich dort mit der störrischen Instanz einer uralten, verborgenen Worgun-Station herumschlagen. Die Pläne, die das Stationsgehirn mit ihnen hat, wollen den Terranern ganz und gar nicht gefallen.

Derweil ermittelt die GSO in der Milchstraße intensiv gegen die Vereinigung der Alten Völker. Die Agenten Ömer Giray und Liv Sanders kommen in der Sache gut voran, doch auch sie ahnen nicht, dass der verbrecherische Utare Lek gerade dabei ist, einen verwegenen Haufen aufzustacheln - und dieser hat Terra im Visier.

Dienstag, 14. November 2017

Carsten Kuhr bespricht Nick 8

Neben Ren Dhark werden auch die meisten meiner Wäscher-Romanadaptionen (Oder sogar alle? Ich weiß es gar nicht.) beim Online-Portal phantastik-news besprochen. So ist es just auch mit meinem kürzlich erschienenen neuen Nick-Roman geschehen. Rezensent Carsten Kuhr hat den achten Band des Weltraumfahrers unter die Lupe genommen.

"Achim Mehnert hat die Handlung der Piccolos Nr. 93 bis 119 in einen umfangreichen Roman gepackt", resümiert Kuhr. "Und was für ein Band ist das geworden! Verlassene Ruinenstädte, verschollene Hochkulturen, Schätze, Teleportationstore, archaische Gesellschaften, Dinosaurier und Amphibienwesen - das Herz eines jeden klassischen SF-Fans schlägt da höher."

Dass ich mich über solche ein positive Besprechung freue, ist klar. Ich erwähnte ja in meinem Blogeintrag nach Fertigstellung des Romanmanuskripts bereit, was für einen Spaß mir die Geschichte gemacht hat, besonders die Teleportationstore, die Hansrudi Wäscher zu einer Zeit schuf, da an Star Gate noch jahrzehntelang nicht zu denken war.

"Das ist Nostalgie pur", so noch einmal Carsten Kuhr, "der berühmte Sense of Wonder kommt leidlich zum Tragen."

Hach, da könnte ich schwelgen. Einfach nur schön.

Die vollständige Rezension gibt es hier:


Montag, 13. November 2017

Classic Rock 65

Das Vorgängeralbum, bei Kritikern und Fans ohne die erhoffte Resonanz, hätte sie fast aus der Bahn geworfen, doch dann kam 1977 und „News of the World“. Wie viele Bands können schon von sich behaupten, ihre neue Scheibe mit einem doppelten Kracher wie We Will Rock You und We Are The Champions zu eröffnen und dann gleich noch ein durchgehend tolles Album folgen zu lassen? Queen können es. Auf dem Thron, von dem sie zu stürzen drohten, saßen sie plötzlich fester denn zuvor. In der Novemberausgabe von Classic Rock beschäftigt sich Mick Wall mit dem Album, seiner Entstehung und den Eskapaden, die die vier Queen-Musiker sich nun mehr denn je erlaubten und erlauben konnten. Der Aufmacher der 65. Ausgabe ist auch mein Highlight dieser Ausgabe.

Woher der Roboter auf dem Plattencover ursprünglich stammte, wusste ich nicht. Danke, Classic Rock, für die Aufklärung. Er schmückte als Titelbild eine 1953 erschienene Ausgabe des amerikanischen Magazins Astounding Science Fiction. Die Musiker machten den Künstler Frank Kelly Freas – ein Meister seiner Zunft: vielfacher Hugo-Gewinner, Illustrator für Isaac Asimov und Robert Heinlein sowie Zeichner von Alfred E. Neumann im MAD-Magazin – ausfindig, und Freas überarbeitete sein ursprüngliches Motiv unter Einbeziehung der vier Queen-Majestäten, denen der Roboter in der neuen Version den Garaus macht.
 
Und das sind meine sonstigen Themen: Wolfgang Niedecken plaudert über sein Familienalbum, seine fünfte Soloscheibe neben BAP, und mit Interesse las ich auch das Interview mit David Crosby. Ich bewundere seine immer noch enorme Schaffenskraft, und in Hinsicht auf Trump spricht er Klartext, aber ich bedauere seine Erleichterung darüber, bei CS&N raus zu sein. Danny Fields, nie zuvor gehört den Namen, aber er begeistert mich als Wegbereiter des Punk, Vertragspartner der Stooges und Manager der Ramones. Schon wieder so ein Artikel, der sich für mich voll und ganz gelohnt hat. Und das nach dem Aufmacher zweite Highlight ist für mich, wie könnte es anders sein, die Rückblende zur Entstehung von Motörhead's Ace of Spades. Lemmy, Fast Eddie und Philthy Animal, mir wird ganz anders. Nochmal danke, Classic Rock.
 
Natürlich gibt es wie immer noch viel mehr: Zu den Tragödien der Rockmusik gehört der niemals völlig aufgeklärte Tod von Michael Hutchence. In den Rockmythen erinnert Ernst Hofacker an den unschönen Abgang des INXS-Frontmanns vor zwanzig Jahren. Sex Pistols-Drummer Paul Cook hat seine alte Truppe The Professionals wieder zusammengetrommelt. Auch woanders wird auf die Pauke gehauen. Die trommelnden Brüder Carmine und Vinny Appice, letzterer mir vor allem bekannt durch Black Sabbath, haben zum ersten Mal ein gemeinsames Album aufgenommen. Kein Wunder, dass dabei das Schlagzeug im Vordergrund steht. Dave Everley bricht eine Lanze für die oft geschmähten Stone Temple Pilots. Robert Plant steht im Interview Rede und Antwort, und Ten Years After feiern ihr fünfzigjähriges Jubiläum. Zum Dreißigjährigen des Whitesnake-Millionensellers 1987 zeigt sich David Coverdale blendend aufgelegt und will in Würde altern. Es gibt Nachrufe auf Tom Petty und Holger Czukay, und die Meilensteine beschäftigen sich mit George Harrison und Keith Richards.
 
In der Novemberausgabe gibt es einiges an Material, das ich nur streifte und querlas, aber noch mehr, das mich wirklich interessiert. Oder begeistert! Es gibt viel zu berichten, viel zu erfahren im Rockmusikbereich, in Classic Rock steht es. Weiterhin ist das Magazin aus meinen monatlichen Lesegewohnheiten nicht wegzudenken.

Sonntag, 12. November 2017

Ren Dhark 71 im Auge des Betrachters

Auch diesmal hat sich Dauer-Rezensent Robert Monners die neue Ausgabe von Ren Dhark vorgenommen. Seine Besprechung von Band 71 mit Titel Lorrons Erbe ist bereits beim Online-Portal phantastik-news online. Das ist mittlerweile eine schöne Tradition, für die ich mich an dieser Stelle einmal bedanken möchte.

Schnell ist der Mann, und wie von ihm gewohnt, äußert Monners dabei durchaus auch kritische Töne. Der grundsätzliche Tenor ist jedoch positiv, das Buch hat dem Rezensenten gefallen. Ich stehe ja auf dem Standpunkt: wenn der Roman dem Leser gefällt und er gespannt ist auf den nächsten Band, dann haben wir unsere Arbeit richtig gemacht.

Jedenfalls resümiert der Rezensent: "Insgesamt kann man den Autoren attestieren, dass das Tempo mittlerweile, nachdem wir doch einige Romane hatten, in denen es eher geruhsam zuging, deutlich angezogen hat. Die Dramatik nimmt zu, das Tempo und die Offenbarungen fesseln den Leser. Insbesondere die angedeuteten Konflikte zwischen Wächtern und Worgun werfen hierbei Fragen auf - die einer sicherlich faszinierenden Lösung harren."

Die komplette Rezension gibt es hier:
http://www.phantastiknews.de/index.php/rezensionen/14512-ren-dhark-weg-ins-weltall-71-lorrans-erbe-ben-b-black-hrsg-buch

Samstag, 11. November 2017

Erinnerungslücken

Ren Dhark und seine Gefährten von der Point of bringen allmählich Licht in die undurchsichtigen Ereignisse, die die Raumfahrer seit einem halben Jahr durch die Zwerggalaxis Voktar begleiten. Es deutet sich sogar - wer hätte das erwartet? - eine Möglichkeit an, wie unsere liebsten Weltraumhelden heim in die Milchstraße gelangen können. Eine Option wäre der Weg, auf dem Arc Doorn, Chris Shanton und Amy Stewart aus der uralten Anlage unter dem Titicacasee nach Voktar verschlagen wurden, nämlich mittels der grünen Technologie. Diesen Weg in umgekehrter Richtung zu beschreiten, würde jedoch bedeuten, die Point of aufzugeben und für alle Zeiten in der Zwerggalaxis zurückzulassen.

Inwieweit das nun eine falsche Fährte ist, sei einmal dahingestellt. Die Leser dürfen gern spekulieren. Ren Dhark und seine Freunde brauchen über gewisse Hintergründe jedenfalls nicht länger zu spekulieren, denn sie erhalten handfeste Informationen, die gleichermaßen faszinierend wie erschreckend ausfallen. Den Raumfahrern von der Erde erschließen sich kosmische Zusammenhänge, die sich über einhunderttausend Jahre und mehrere Galaxien erstrecken. Eine besondere Rolle bei den Erkenntnissen spielt Malk Katuhl. Als weitere heiße Eisen für die Menschen erweisen sich die INSTANZ von Erron-2 sowie Kharamak.

Der geneigte Leser meines Blogs merkt, ich habe die Arbeit an einem weiteren Roman für Ren Dhark abgeschlossen. Dabei hatte ich das Vergnügen, eine neue Figur in die Handlung einzuführen. Es handelt sich um keine Wegwerffigur, die nur in diesem Roman auftritt. Ganz im Gegenteil, sie wird uns und die Dhark-Leser in den nächsten Monaten noch schwer beschäftigen. Besagte Figur entsprang Nina Morawietz' Einfallsreichtum, und ich finde sie klasse. Ren Dhark - Weg ins Weltall 74 wird den Titel Malk Katuhl tragen. Wer oder was das ist, verrate ich nicht. Die Auflösung gibt es im Februar 2018, wenn das neue Buch erscheint. Ich habe es übrigens gemeinsam mit Nina und Jan Gardemann verfasst

Freitag, 10. November 2017

Einschlag

Ralph Voltz lässt es krachen. Seine Titelbildgraphik für Ren Dhark 73 mit Titel Experimentierfeld Voktar liegt vor. Ich bin immer wieder froh, das Ralphs Werke unsere Romane schmücken.



Donnerstag, 9. November 2017

Roy Stark - Abenteurer ohne Nerven

In meinem gestrigen Bericht über die 82. Intercomic erwähnte ich, dass Roy Stark auf der Messe druckfrisch vorlag. Da habe ich die Buchausgabe zum ersten Mal gesehen und hielt sie zum ersten Mal in Händen. Mit anderen Worten, meine zweibändige Romanadaption des Comics von Hansrudi Wäscher, der sich um den Stuntman und Abenteurer Roy Stark dreht, ist nun erhältlich. Ich freue mich sehr über meinen neuesten Beitrag zum Wäscher-Kosmos.

Der Erscheinungstermin passt übrigens zeitlich prima, weil Roy Stark in diesem Jahr seinen 50. Geburtstag feiert. Als letzten Helden für den Lehning-Verlag schuf Hansrudi Wäscher den verwegenen Draufgänger im Jahr 1967. Das Original umfasste 18 Comic-Großbände, zu denen sich später im Hethke-Verlag noch zwei Telefonkartenhefte mit Texten von Ingraban Ewald gesellten. Da es sich um eine Gesamtausgabe handelt, teilte der Verlag meinen Roman auf zwei Bände auf. Dem ersten Buch liegt eine limitiere und nummerierte Postkarte mit einem Roy Stark-Motiv bei.

Apropos Ingraban Ewald: Als großer HRW-Kenner - der Mann, der vor einiger Zeit auf der Intercomic mit dem Ritter der Neunten Kunst geehrt wurde, scheint wirklich sämtliche Werke von Herrn Wäscher auswendig zu kennen - klopft er all meine Romanadaptionen auf Wäscherkompatibilität ab. Ihm entgeht kein Fehler und kein Detail, das nicht in den Wäscher-Kosmos passt.

Zum Romaninhalt:

Roy Stark ist es gewohnt, mit der Gefahr zu leben. Als Stuntman geht er keiner Aufgabe aus dem Weg. Als er einwilligt, auf einer einsamen Insel an einem Wettbewerb teilzunehmen, bei dem der beste Freistilringer der Welt ermittelt werden soll, stellt er schnell fest, dass er mitten in einem Kampf auf Leben und Tod gelandet ist.

Der größten Herausforderung muss sich Roy stellen, als Gangster die Erfindung eines Wissenschaftlers stehen wollen: eine Zeitmaschine. Ehe er sich versieht, tritt Roy eine aberwitzige Reise durch die Epochen der Menschheit an. Er trifft auf Neandertaler, kämpft gegen den blutrünstigen Piratenkapitän Bloody Jack Henderson und wird in die Wirren des amerikanischen Sezessionskriegs verschlagen.

Im Nachhinein stelle ich fest, dass das Schreiben an dem Roman viel zu schnell vorbei war. Die Zeitmaschine war natürlich eine tolle Sache. Besonderen Spaß machte mir der Besuch bei Bloody Jack und die Schatzsuche mit seinen Piraten. In der Geschichte fühlte ich mich ein wenig auf Robert Louis Stevensons Schatzinsel versetzt. Es ist schön, dass ich die Roy Stark-Belegexemplare nun zu meinen anderen Wäscher-Romanadaptionen stellen kann. Willkommen in der Familie!


Motiv der Roy-Stark-Postkarte

Mittwoch, 8. November 2017

Intercomic 82

Eingerahmt zwischen Rüdiger Schäfer und Robert Corvus.
(c) Robert Corvus
Es ist eine schöne halbjährliche Tradition für mich, diese Veranstaltung zu besuchen. Am Samstag fand zum 82. Mal die Interomic in Köln statt. Ich schlenderte bereits eine Stunde vor Besuchereinlass durch die Halle, während die Aussteller noch mit dem Aufbau ihrer Stände beschäftigt waren und bevor sich vor dem Eingang eine Menschenschlange bildete. So konnte ich ganz entspannt und gemütlich die Auslagen sichten. Der Gästestatus hat seinen Vorteil.

Auch konnte ich als erster die rechtzeitig zur Messe erschienene Romanausgabe von Roy Stark in die Hand nehmen. In diesem Jahr feiert Hansrudi Wäschers Stuntman und Abenteurer seinen 50. Geburtstag. Ich hatte das Vergnügen, den Inhalt der achtzehn bei Lehning erschienenen Comic-Großbände sowie der beiden Telefonkartenhefte aus dem Hethke-Verlag in eine literarische Form zu bringen. Bei meiner zweibändigen Adaption handelt es sich also um eine Gesamtausgabe in Romanform. Es war ein tolles Gefühl, die beiden Bücher endlich in Händen zu halten.

Ab zehn Uhr füllten sich das Foyer und die Halle schnell, und spätestens zur Mittagszeit wurde das Durchkommen durch die Gänge schwierig. Die einmal mehr zahlreichen Besucher, mehr als im vergangenen November, wie mir schien, tummelten sich zwischen Comics und Bildbänden, Romanen und Magazinen. Kein Wunder, fühlt man sich zwischen all den bunten Bildern, die einen regelrecht erschlagen, doch wie in einer anderen Welt.

Ich traf den großartigen türkischen Maler und Zeichner Ertugrul Edirne und den nach seinem Schlaganfall wiedergenesenen Verleger Heinz Mohlberg, den Künstler und Kolorateur Toni Rohmen und die Szene-Legende Werner Fuchs. Gefreut hat mich auch, nach langer Zeit und völlig überraschend mit Alfonz-Herausgeber Matthias Hofmann zusammenzutreffen. MaHo und ich kennen uns aus dem SF-Fandom, und das sicher schon seit dreieinhalb Dekaden, so dass wir ein paar alte Erinnerungen auffrischten und er mir auch gleich anbot, mal etwas für sein Comicmagazin zu schreiben.

Bei Blitz gab es mein neues Raumschiff Promet-Taschenbuch, und am Verlagsstand von Peter Hopf signierte ich eifrig Bücher, Autogrammkarten und Poster. Am Romantruhe-Stand von Joachim Otto saß ich mit den geschätzten Rüdiger Schäfer und Robert Corvus zusammen. Tausendsassa Gerhart Renner macht's möglich. Man kann auch sagen, Rüdiger, Robert und ich posierten für die Kameras. Auf jeden Fall war es wie immer lustig, wir hatten Spaß.

Programm gab es auch, das ich aber wie stets verpasste, ohne das zu bedauern: Der Zeichner Daniel Schreiber stellte seine Comic-Trilogie Annas Paradies vor, in "Wegwerfhelden - Die schrägsten Superheroes des Golden Age" zeigte Comicexperte Tillmann Courth unbekannte Superhelden aus frühen US-Heften, und Kurator Darjush Davar präsentierte die Max-und-Moritz-Preisträger für die besten deutschen Comics der letzten Jahre.

Der Tag verging wie im Flug. Obwohl mir die halbjährlichen Abstände zwischen den Intercomic-Messen von Mal zu Mal kürzer vorkommen, freue ich mich immer auf die nächste Veranstaltung. So auch diesmal, am 5. Mai 2018 geht es weiter. Lesestoff nahm ich auch mit nach Hause: die neue Ausgabe des Hansrudi Wäscher-Magazins, das aktuelle Sammlerherz und ein paar alte Perry Rhodan-Taschenbuchausgaben.

Montag, 6. November 2017

Phantastika macht 2018 weiter

Nun steht also nicht nur fest, dass die Phantastika im kommenden Jahr in die zweite Runde geht, sondern auch wann. Die Oberhausener geben sich Anfang September die Ehre.

Damit gehen innerhalb weniger Wochen drei Veranstaltungen über die Bühne, die ich gern besuchen würde. Das zeitnahe Aufeinandertreffen der Cons ist ein wenig unglücklich. Man hat ja auch noch was anderes zu tun, aber die Terminierung der jeweiligen Veranstalter hat in jedem Fall (sicher) ihre Gründe.

Dabei ist der Coloniacon bei mir natürlich auf jeden Fall gesetzt, und den BuCon besuche ich seit einigen Jahren regelmäßig. Die Phantastika habe ich leider in diesem Jahr verpasst, das möchte ich 2018 ändern. Zudem findet im kommenden Jahr vor den Toren Münchens auch wieder der GarchingCon statt, und das auch schon zum 11. Mal, während noch in den Sternen steht, ob es in Langenfeld mit einer 4. Kitty Moan Convention weitergeht.


1. und 2. September 2018
Phantastika 2, Oberhausen

29. und 30. September 2018
Coloniacon 23, Köln

13. Oktober 2018
BuchmesseCon 33, Dreiech-Sprendlingen

Freitag, 3. November 2017

KittyCon-Veranstalter Helmut Dunkel resümiert

In meinem letzten Post schilderte ich meine Eindrücke von der 3. KittyMoan-Convention, die am vergangenen Wochenende in Langenfeld stattfand. Nun wendet sich Veranstalter Helmut Dunkel mit einem Resümee an die Öffentlichkeit, das ich an dieser Stelle gern teile.

Noch einmal: mir hat der Con Spaß gemacht. Helmut Dunkel und Birgit Sahler sind sympathische und stets gut gelaunte Veranstalter, und sollte es eine(n) weitere(n) KittyCon geben, werde ich wieder mit von der Partie sein.

Nun aber lasse ich Helmut zu Wort kommen:


Liebe KittyCon-Aktivisten, Aussteller, Besucher, Freunde!
 
Die dritte Kitty Moan Convention in Langenfeld liegt jetzt einige Tage hinter uns. Ich habe diese Zeit gebraucht, um die vielfältigen Eindrücke zu verarbeiten, die Freude viele alte und neue Freunde zutreffen, viele gute Gespräch zu führen, aber auch um den Frust und die Enttäuschung über die mageren Besucherzahlen zu verdauen.
 
Dank des Feedbacks von Aktiven und Besuchern 2016 lief in der Vorbereitungsphase alles wie geschmiert. Die Anfragen und Anmeldungen für Lesungen und Stände versprachen eine tolle, vielseitige Con, die nicht nur das Team und mich begeistern würde. Die Presse öffnete ungeahnte Türen, halbe und ganze Seiten in den heimischen Blättern finde ich nicht selbstverständlich. Und überregionale Ankündigungen einer jungen, etwas speziellen Fantasy-Convention erst recht nicht. Herzlichen Dank an die zuständigen Redaktionen. Als die Zulieferungen, Sperrgitter samt Füßen, Broschüren und Catering auch noch pünktlich über die Bühne gingen und dank vieler fleißiger Hände bereits Donnerstagabend die komplette Infrastruktur stand, war für uns klar, wir hatten unsere Lektion gelernt und es würde ein fantastisches Wochenende werden. Der folgende Freitag, als die ersten Aussteller, Künstler und Autoren kamen, um gut gelaunt ihre Stände aufzubauen, war einfach klasse. Am frühen Samstagmorgen bot sich dann ein schönes Bild im traditionsreichen Carl-Becker-Saal, eine dichte, stimmige Atmosphäre mit vielen fantasievoll geschmückten Ständen und glitzernden Lichtern.
 
Die Wende kam brutal und völlig überraschend und damit das Wechselbad der Gefühle, der stete Spagat zwischen Freude und Verzweiflung. Die Besucher blieben aus. Es ist bitter, wenn selbst die zu Hause bleiben, die die von den Zeitungen ausgeschriebenen Freikarten gewonnen hatten. Das Gefühl der Ohnmacht an diesem Punkt ist kaum zu beschreiben. Es ist zugleich der Punkt, an dem man es nur noch laufen lassen kann, weil alle Möglichkeiten längst ausgeschöpft sind.
 
Wir haben das Beste aus dieser Situation gemacht und dafür danke ich euch allen.
 
Ich fand es toll, dass ihr euch eure gute Laune nicht habt nehmen lassen, lachende Gesichter trotz weitgehend leerer Gänge. Ich habe mich gefreut über tolle Lesungen, fantastische Künstler, interessierte und kostümierte Besucher, liebe Kollegen und Freunde. Unglaublich die Flexibilität der Autoren spontan aus drei Lesungen auch schon mal eine zu machen und sich die wenigen Zuhörer zu teilen. Wieder trat da dieses unbeschreibliche Familiengefühl zutage, das unsere Szene auszeichnet. Ich weiß nur eines, wer nicht da war, hat etwas verpasst.
Birgit und ich hatten uns so sehr einen Saal gefüllt mit glücklichen Menschen gewünscht. Nach all dem positiven Echo sah es auch danach aus. Dass es anders kam, darüber haben wir ausführlich diskutiert und philosophiert. Vielen Dank für die zahlreichen Ideen, Tipps und Anregungen in Zukunft vielleicht einige Parameter zu ändern. Im Augenblick steht die Ausrichtung einer vierten Kitty Moan Conventen allerdings noch in den Sternen. Und wenn ich ehrlich bin, sind die Aussichten eher schlecht. In meiner Welt lässt sich der Erfolg einer Veranstaltung halt ganz einfach messen, eine simple Addition: glückliche Aussteller + glückliche Besucher = glückliche Veranstalter.

Wie wir dieses Ergebnis erzielen können, erschließt sich mir im Augenblick nicht wirklich. Ganz wichtig ist mir aber auch, Birgit die erneute leidvolle Erfahrung eines fehlgeschlagenen Experiments zu ersparen, eines Experiments in dem Jahr für Jahr all unsere Kraft und Herzblut steckt.
 
Ich danke von ganzem Herzen allen, die mitgeholfen haben diese Convention auf die Beine zu stellen, dem unermüdlichen Orga-Team, den Zulieferern, der Presse, den Betreibern von Portalen und Con-Kalendern, den Bloggern, die unsere Veranstaltung publiziert haben. Ich danke allen, die sämtliche Hebel in Bewegung gesetzt haben, um für uns und unsere Convention zu werben. Ich danke den Autoren, Künstler, Kunsthandwerkern, Verlegern, Händlern und nicht zuletzt den Besuchern, die den Weg zu uns fanden und die KittyCon mit ihrer Anwesenheit und ihrem Enthusiasmus bereichert haben. Und ich danke all jenen, die Sonntagabend für einen blitzschnellen Abbau gesorgt haben, die ganz spontan halfen beim Zusammenpacken und handfest Gitter und Standfüße geschleppten. Das hat mich schlichtweg umgehauen.

Herzlich

Helmut Dunkel

für das KittyCon Orgateam

PS Für das Regenbogenland Düsseldorf kam ein gut gefülltes Kassenhäuschen zusammen. Ich freue mich sehr das Ergebnis unserer Spendenaktion im Laufe der nächsten Tage in der Torfbruchstraße abzuliefern.

Mittwoch, 1. November 2017

Eindrücke vom 3. KittyCon

Nach 2015 und 2016 lockte die Kitty Moan Convention am vergangenen Wochenende bereits zum dritten Mal in den beschaulichen Ort Langenfeld bei Leverkusen. Die Veranstalter Helmut Dunkel, Birgit Sahler und Ingrid Vasen kündigten wieder Abenteuer, SciFi, Fantasy, Horror, Trash und Erotik an, letzteres ist auch der Grund dafür, warum sich die Veranstaltung speziell an Erwachsene richtet.

Ich besuchte den Con am Samstag. Nach Langenfeld habe ich es nicht weit, wenn auch der Ort ziemlich abgeschieden liegt. Allerdings gibt es eine direkte S-Bahn-Verbindung nach Köln. Veranstaltungsort war wieder der traditionsreiche Carl-Becker-Saal, eine gemütliche, stimmungsvolle Location, die die Veranstalter mit viel Liebe herausgeputzt hatten. Im eigentlichen Saal reihten sich die Stände von Kleinverlegern und Self-Publishern. Kunsthandwerker boten Schmuck feil und Künstler ihre Zeichnungen, bei denen man an manchem Stand sogar Zeuge der Entstehung werden konnte.

Ein großer Teil der Besucher war gewandet: mittelalterlich, Steampunk, Military. Cos-Player nennt man das wohl. Das eigentliche Programm lief in einer Reihe kleiner Räume ab, angefangen mit Lesungen und einem Live-Hörspiel über Vorträge und Büchervorstellungen bis hin zu einem Schreibworkshop. Es wurde also eine bunte Auswahl präsentiert, auch wenn es die eine oder andere kleine Programmänderung gab. Aber bei welchem Con passiert das nicht? Die Künstler und Zeichner, beispielsweise der Kölner Martin Schlierkamp, beeindruckten mich mit den an ihren Ständen ausgestellten Werken.

Ich empfand den KittyCon wie schon im Vorjahr als vergnügliche Veranstaltung. Man merkt, wie viel Enthusiasmus und Herzblut die Ausrichter in ihr Kind gesteckt haben, wie viel Vorbereitung und Arbeit. Unter diesem Aspekt ist es natürlich ärgerlich, dass sich der Besucherzuspruch doch arg in Grenzen hielt. Zumindest am Samstag war das so. Ob es am Sonntag besser wurde, weiß ich nicht. Ich finde es schade, dass der Con nicht mehr Resonanz findet. Er und das Orga-Team hätten es verdient. Vielleicht im kommenden Jahr, falls es dann einen vierten KittyCon gibt. Ich würde mich freuen und drücke die Daumen.

Donnerstag, 26. Oktober 2017

Gegner über Terra

Ein grandioses Titelbild hat Ralph Voltz für Ren Dhark 72 abgeliefert. Es setzt den Buchtitel Terra im Visier kongenial um. Tolle schwarze Absetzer fliegen heimlich, still und leise auf die Erde zu. Es sind keine Absetzer der Schwarzen Garde, ähneln jenen aber. Es darf gern spekuliert werden, welches Volk sie in Marsch gesetzt hat.

Dienstag, 24. Oktober 2017

Classic Rock 64

Als Anfang des Jahrzehnts die ersten beiden Alben von Black Country Communion erschienen, war die überall so titulierte neue Supergroup für mich das ganz heiße neue Ding. Nun bin ich vorsichtig, wenn der in den letzten Jahr inflationär verwendete Begriff von einer Supergroup auftaucht, aber eine Kollaboration zwischen Glenn Hughes und Joe Bonamassa ließ mich aufhorchen, dazu Jason Bonham und Derek Sherinian, dieses Line-Up wurde der Bezeichnung durchaus gerecht. Die Musik hielt, was die Namen versprachen. Grandioser Seventies Rock, mühelos in die Jetztzeit transportiert. Mehr noch als auf den Scheiben wurde mir das beim BCC-Konzert bewusst, das ich im Sommer 2011 in Bonn besuchte. Der tolle Auftritt festigte mein Faible für die Band. Doch dann folgte ein Live-Mitschnitt der Europa-Tour und ein drittes Studioalbum, und BCC trennten sich – und zwar nicht in bestem Einvernehmen Hughes' und Bonamassas.
 
Die Ankündigung einer Wiedervereinigung vor einige Monaten freute mich sehr, das inzwischen erschienene neue Album wird den hohen Erwartungen gerecht. In der Plattenbesprechung in Classic Rock hört sich das folgendermaßen an: „ … lieben den Blues-getränkten Hardrock, der einst Led Zeppelin und Deep Purple groß gemacht und seither nie wieder so spektakulär geklungen hat wie bei Black Country Communion.“ Na also, ganz meine Meinung.
 
Und nun schmückt das Quartett nicht nur das Cover der Oktober-Ausgabe von Classic Rock, sondern dient auch noch als Aufmacher. In Joe Bossos zehnseitigem Mix aus Artikel und Interview kommen die Musiker ausführlich zu Wort. Sie erzählen, wie es zu dem vorübergehenden Aus kam und was sie nach der mehrjährigen Pause besser und klüger machen wollen. Allein für diesen Artikel hat sich die Anschaffung gelohnt. Danke, Classic Rock, und bei Gelegenheit gern mehr über Black Country Communion – solange es sich nicht um neuerliche Streitigkeiten oder gar Auflösungserscheinungen dreht.
 
Doch natürlich gibt es in der 64. Ausgabe des Musikmagazins noch viel mehr. Mick Wall beschäftigt sich auf ebenfalls zehn Seiten mit Led Zeppelin und der Zeit, in der ihr drittes Album entstand. Das Interview mit Dave Grohl bestätigt den Kopf der Foo Fighters als den nettesten Mann in der Rockmusikszene, Kadavar führen durch Berlin, Marilyn Manson, der mir immer ein wenig suspekt war, antwortet im Interview auf mir sehr sympathische Weise, die Rock-Mythen erinnern an den Oktober 1977 und den Flugzeugabsturz von Lynyrd Skynyrd, und und und. Sogar des verstorbenen Geoffrey Bayldon wird gedacht. Als Druide Catweazle war er einer der Helden meiner Kindheit.

Montag, 23. Oktober 2017

Endlich, Sigurd erscheint in Romanform

Als Peter Hopf 2012 in seinem gleichnamigen Verlag mit der Veröffentlichung von Comics Hansrudi Wäschers in Romanform begann, geschah das zunächst mit dem Dschungelhelden und Freund aller Tiere Tibor. Es folgten Romanadaptionen des Ritter Falk und des Weltraumfahrers Nick, allesamt in Serienform. Zudem erschien eine Komplettausgabe der Reporter Bob und Ben, und voraussichtlich noch in diesem Jahr folgen die Abenteuer des Stuntman Roy Stark in zwei Bänden.
 
Was bisher jedoch fehlt, ist Sigurd, der ritterliche Held. Sigurd ist sicherlich die bekannteste Comicfigur Wäschers. So wundert es nicht, dass immer wieder nach dessen Geschichten in Romanform gefragt wurde, sowohl bei Peter Hopf als auch bei mir. Zu unserem Bedauern mussten wir den Fans und Lesern dann stets zu verstehen geben, dass Sigurd-Romane derzeit nicht möglich seien. Hätte der Verleger gern gemacht, konnte er aber nicht.
 
Der Grund ist ein ganz einfacher. Schon vor längerer Zeit sicherte sich eine deutsche Filmfirma die Rechte an Sigurd, um irgendwann einen Film daraus zu machen. Ich vermute, die Wahrscheinlichkeit einer Umsetzung war von Anfang an minimal. Man denke nur an die unendliche Geschichte einer möglichen Verfilmung Perry Rhodans. Da wird wohl auch niemals etwas draus werden. Die Rechte sichert man sich jedoch anscheinend gerne. Bei Sigurd enthielt das Vertragswerk zudem eine Sperrklausel, die jedwede andere Lizenzvergabe untersagte. Die Klausel bezog sich unter anderem auch auf Romane. Sprich, es durften keine Romanadaptionen von Sigurd publiziert werden.
 
Doch nun ist die Sperrfrist abgelaufen. Die Klausel wurde unwirksam, und die bisherigen Einschränkungen bestehen nicht mehr. Daraufhin zögerte Peter Hopf nicht lange. Er sicherte sich die Lizenz für die Buchausgabe, und ich freue mich, die Romane verfassen zu dürfen. Mit dem Schreiben am ersten Band werde ich noch in diesem Jahr beginnen, und ab 2018 darf sich dann auch der ritterliche Held Sigurd seines Daseins in literarischer Form erfreuen.