Freitag, 22. Oktober 2010

De Hüs'cher bunt om Aldermaat

Nette Sachen können passieren, wenn man abends noch schnell was einkaufen geht. So ging es mir gestern. Nach dem Einkauf wollte ich auf dem Heimweg im Brauhaus Zum kölsche Jung schnell zwei Kölsch trinken und dann nach Hause. Ich traf Bekannte, unterhielt mich eine Weile, und plötzlich lief kölsche Musik.
Dann kamen die Kölner Legenden Hans Süper, inzwischen 75 Jahre alt, und Ludwig Sebus, sogar schon 85, durch die Tür. Sebus gilt als einer der letzten kölschen Krätzchen-Sänger mit seinem erfolgreichsten Lied "Luur ens vun Düx noh Kölle". Hans Süper erlangte bereits vor 30 Jahren zusammen mit Hans Zimmermann als Colonia-Duett Kultstatus und ist bis heute eine Stimmungskanone, die Jung und Alt gleichermaßen begeistert.
Allein die Anwesenheit der beiden alten Helden sorgt schon für gute Stimmung, und dem trug der Wirt mit seinem folgenden musikalischen Programm Rechnung. In den folgenden Stunden war Kölner Mundart angesagt. Bei Bläck Fööss-Liedern aus den Siebziger Jahren bis zu "De Hüs'cher bunt om Aldermaat" wurde kräftig mitgesungen. Nach ein paar weiteren Kölsch traute ich mich dann auch.
So wurde es unerwartet ein völlig gelungener Abend, wie man ihn nicht planen kann. So kann es öfter sein, mit Kölner Idolen und altem Kölner Mundartgesang, von dem sehr viel ganz unabhängig von Karneval funktioniert. Schön.

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Ein Wiedersehen alter Freunde

Der neue Ren Dhark ging mir locker und schnell von der Hand. Das Manuskript ist bereits beim Verlag abgeliefert.
Ren Dhark kehrt in die Galaxis Orn zurück, in der die Worgun beheimatet sind, die von Kurt Brand konzipierten Mysterious, die von Anfang an eine wichtige Rolle in der Serie spielten. Auf einen von ihnen, auf den ehemaligen Widerstandskämpfer gegen die insektoiden Zyzzkt, trifft Ren Dhark, nämlich auf Gisol. Das Schicksal führt die Freunde wieder zusammen. Gemeinsam müssen sie sich einer gigantischen Verschwörung stellen.

Samstag, 16. Oktober 2010

Ren Dhark im Doppelpack

Heute kam eine zwar erwartete, aber deswegen nicht minder schöne Postlieferung. Ein fettes Paket, das sein Gewicht auf die Waage bringt. Was nicht heißen soll, daß sich Literatur nun doch nach Gewicht verkauft. Darf's ein bißchen mehr sein? So eine Sendung fällt eben etwas dicker aus, wenn sie die Belegexemplare von gleich zwei neuen Büchern beschert.
Darunter ist mein Roman mit dem martialisch klingenden Titel Einsatz des Vernichters, ein weiterer Ren Dhark-Sonderband. Dazu gibt's Ren Dhark-Buch 26, Notruf von Orn, das einmal mehr als Gemeinschaftsproduktion entstanden ist, diesmal mit Uwe Helmut Grave, Jan Gardemann und dem von mir auch persönlich sehr geschätzten Altmeister Conrad Shepherd.
Obwohl seit dem Schreiben erst ein paar Wochen vergangen sind, kommen sie mir jetzt, da ich an der Fortsetzung arbeite, schon fast wie eine Ewigkeit vor.
Die Titelbilder der beiden Bücher sind übrigens rechts als aktuelle Veröffentlichungen zu sehen.

Freitag, 15. Oktober 2010

Autogrammkarten (wieder)gefunden

Mein Schreibtisch hat Schubladen, die ich schon ewig nicht mehr geöffnet habe. Spannend, was man findet, wenn man die Laden dann doch mal komplett aus- und aufräumt.
So fielen mir lange vergessene Autogrammkarten in die Hände, die ich mir vor der einen oder anderen Dekade auf Science Fiction-Cons oder anderen Wegen besorgt habe. Die geistigen Perry Rhodan-Väter Karl-Herbert Scheer und Walter Ernsting alias Clark Darlton sind darunter, mein Rhodan-Lieblingsautor Willi Voltz sowie Wolfpeter Ritter (Peter Terrid), in dessen Wohnzimmer ich einst gesessen habe und der ein gern gesehener Gast auf dem Coloniacon war und einmal sogar als Mitveranstalter fungierte, außerdem Ernst Vlcek und Robert Feldhoff.
Allesamt mit Originalunterschriften, versteht sich. Ich bin begeistert. Die Karten kommen nicht in den hintersten Winkel einer Schublade zurück, sondern erhalten einen würdigeren Aufbewahrungsort.

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Die Schranke im Nichts

So lautet der Titel von Ren Dhark-Buch 27. Das Expose ist eingetroffen und bereits durchgelesen. Ich werde mich also umgehend an die Arbeit machen.
Nach dem Notruf, den er aus der Galaxis Orn erhalten hat, ist Weltraum-Abenteurer Ren Dhark unverzüglich dorthin aufgebrochen. Es gelingt ihm, die unsichtbare Barriere zu überwinden, die Orn vom Rest des Universums abschottet. Dies geschieht allerdings nicht ganz freiwillig, wie ich gleich im ersten Kapitel schildern werde.
Wäre ja auch noch schöner. Bevor etwas planmäßig abläuft, schicke ich die POINT OF und ihren Kommandanten lieber gleich wieder in Schwierigkeiten.

Samstag, 9. Oktober 2010

Galaktisches Forum


Seit ein paar Jahren veranstaltet die Perry Rhodan-Redaktion am Freitagabend jeder Frankfurter Buchmesse das sogenannte Galaktische Forum. Bei dem gemütlichen Zusammensein treffen sich Autoren, Zeichner und Verlagsleute aus dem Bereich der Science Fiction und dem Umfeld der Phantastik.
Bestimmt an die hundert Leute fanden sich in diesem Jahr im Euro Deli ein, einer schmucken Bar im Frankfurter Geschäftsviertel unweit der Messe. Bei der Vielzahl an Besuchern ist es leider kaum möglich, neue Bekanntschaften zu schließen. Ich war schon froh, mich mit dem einen oder anderen alten Bekannten unterhalten zu können, den ich, wie zum Beispiel Gerd Rottenecker, nur einmal im Jahr treffe.
Hinzu kam, dass im Fernsehen das Europameisterschafts-Qualifikationsspiel zwischen Deutschland und der Türkei lief, was nicht nur bei mir für Ablenkung vom eigentlichen Sinn des Treffens sorgte. Es waren auch noch andere Fußballfans unter den geladenen Gästen. Außerdem mußte ich gegen 22.30 aufbrechen, um den letzten Zug nach Köln zu erwischen. Zu der Zeit hatten sich die Räumlichkeiten der Bar richtig gefüllt.
Schade, ich wäre gern länger geblieben, aber es ging halt nicht. Trotzdem war das Galaktische Forum einmal mehr eine tolle Veranstaltung, die im kommenden Jahr hoffentlich ihre Fortsetzung findet.

Freitag, 8. Oktober 2010

Buchmesse Frankfurt


Morgens um 6 Uhr aufzustehen ist nicht mein Ding. Ich schaffte es dennoch, was den Vorteil mit sich brachte, daß ich in Frankfurt war, als die Buchmesse am dritten Tag ihre Pforten öffnete. So war leichtes Durchkommen durch die Gänge, die sich später gegen Mittag kräftig füllen sollten.
Seit Jahren handhabe ich die Pflicht vor der Kür. Das heißt, ich suche zunächst die Verlage auf, bei denen ich mir einen Besuch vorgenommen habe, und wenn dieses Programm durch ist, lasse ich mich locker treiben und sehe, was sich ergibt.
Bevor ich den ersten avisierten Messestand erreichte, war ich allerdings schon in Gespräche verwickelt. Zunächst begegnete mir der Schriftseller Alfred Bekker, mit dem ich eine Weile bei Ren Dhark zusammengearbeitet habe, dann traf ich auf Anke und Wolfgang Brand vom Online-Magazin Geisterspiegel, und zu unserer Unterhaltung über Science Fiction und Phantastik gesellte sich der Autor Alfred Wallon hinzu, ein eingefleischter Western-Experte. So ist das auf der Buchmesse. Auch ohne Termine verabredet zu haben, trifft man auf eine Menge Kollegen und Bekannte.
Den Vormittag über klapperte ich die Namen auf meiner Liste ab, Egmont-Lyx und Bastei-Lübbe, den Emons-Verlag, Phantasia und den einen oder anderen mehr. Uschi Zietschs Fabylon-Verlag und Werner Fuchs mit FantasyProductions waren diesmal leider nicht mit eigenen Ständen vertreten.
Besonders den Berliner Autor und Übersetzer Frank Böhmert zu treffen, freut mich immer sehr. Wir kennen uns mittlerweile seit dreißig Jahren, seit den Anfängen unseres Daseins im SF-Fandom. Mittags verließen wir bei schönem Wetter die Messehalle und begaben uns ins Freie. Bei einem Hot Dog und Weizenbier unterhielten wir uns über aktuelle Projekte, die Vergangenheit und gemeinsame Berliner Bekannte.
Um 14 Uhr hatte ich am Pabel-Stand dann einen Termin mit Atlan-Redakteurin Sabine Kropp. Wir sprachen über den aktuellen Stand der Dinge und die Zukunftsplanungen für die inzwischen gut zwanzigbändige Atlan-Taschenbuchreihe, auch über den Ableger Atlan-X. Für weitere Abenteuer des alten Arkoniden sieht alles gut aus, das finde ich schön.
Der Rest des Messetages verging wie im Flug, weil ich ständig weitere Bekannte traf. Als es allmählich auf Feierabend zuging, schloß ich mich Verleger Dennis Erhardt vom Zaubermond-Verlag, dem ehemaligen VPM-Redaktionsmitarbeiter Björn Berenz und Perry Rhodan-Autor Christian Montillon an. Mit knurrenden Mägen sorgten wir für unser leibliches Wohl, schließlich steht gleich noch das Galaktische Forum auf dem Programm.

Sonntag, 3. Oktober 2010

Rock'n'Roll, Frau Tücking?

Wenn man samstags zuhause bleibt und den Fernseher einschaltet, folgt die Strafe auf dem Fuß. Ich habe mir das Aktuelle Sportstudio und die anschließenden Heute-Nachrichten angesehen und es versäumt, gleich danach die Glotze auszuschalten. So bekam ich im ZDF den Anfang des SWR3 New Pop Festivals mit.
Moderatorin Stefanie Tücking begrüßte das Publikum in der ausverkauften Halle und kündigte etwas an, das dort sonst nicht stattfindet, nämlich Rock'n'Roll. Mit dem nächsten Atemzug und im gleichen Zusammenhang nannte sie dann Unheilig und Lena Meyer-Landrut - neben weiteren Bands, die mir, ich gebe es zu, nicht das geringste sagen.
Nun bin ich mit Unheilig nicht besonders vertraut, doch die wenigen mir bekannten Stücke sind ähnlicher Schlagerkrams wie der, den ich schon als Jugendlicher gehaßt habe, wenn meine Eltern die ZDF-Hitparade einschalteten. Was ich von der trällernden Lena mit ihrem schauderhaften Akzent und ihrem Rumgehampele halte, ist ohnehin bekannt.
Liebe Frau Tücking, über Geschmack läßt sich bekanntlich nicht streiten, aber bitte bitte nicht den Begriff Rock'n'Roll und das, wofür er steht, verunglimpfen, indem man ihn in einen Kontext zu Leuten stellt, die damit wirklich nichts zu tun haben.
Daher schnell die Glotze ausgemacht, bevor ich von der ersten Gesangsdarbietung gequält werden konnte, und eine Musik-DVD eingelegt. Wie gut, daß es die Rockpalast-Edition gibt. Das 1996er Konzert von Lynyrd Skynyrd auf der Loreley hatte ich noch nicht gesehen.
Prima Songwriting mit fetten Gitarren. Was will man mehr?

Samstag, 2. Oktober 2010

Das Rad oder der Computer

Oder was ist die wichtigste Erfindung der Menschheit?
Ich würde mal, vielleicht nicht ganz so ernst gemeint, sagen:
Der Buchdruck vielleicht? Womöglich der Lederball? Oder am Ende doch die E-Gitarre?
Ich könnte auf nichts davon verzichten, und das bezieht sich auch auf die Überschrift.
Thank God, I live in the age of Rock'n'Roll.

Freitag, 1. Oktober 2010

Die Stimmen literarischer Figuren

Heute war PERRY RHODAN EXTRA 11, "Galaktisches Garrabo" betitelt, im Briefkasten. Dem Heftroman von Verena Themsen liegt meine Novelle "Erbe der Cappins" auf CD bei.
Ich habe direkt mal in das von Sebastian Rüger gelesene Hörbuch reingehört. Man hat ja gewisse Vorstellungen davon, wie die handelnden Personen klingen. Da ich sonst ausschließlich zur lesenden Fraktion gehöre, war es für mich spannend und überraschend, wie Herr Rüger den Handlungsträgern Alaska Saedelaere und Gucky eine Stimme verleiht. Sehr interessant für einen Nur-Leser.
Roman und Hörbuch kommen am 15. Oktober in den Handel.