Montag, 30. Mai 2011

Iron Maiden geht an die letzte Grenze

Die seltenen Gelegenheiten, Iron Maiden live zu erleben, darf man sich nicht entgehen lassen. Als ich vor der seit Monaten ausverkauften Arena in Oberhausen eintraf, hatte sich dort bereits eine riesige Schlange gebildet, die Einlaß begehrte. Der ging allerdings äußerst schleppend vonstatten. Die Sicherheitskräfte an der Kontrolle ließen sich mal wieder über Gebühr Zeit.
Zum Opener war ich trotzdem rechtzeitig in der Halle. Als Vorgruppe spielte Rise To Remain auf, am Mikrofon mit Austin Dickinson, dem Sohn von Maiden-Sänger Bruce Dickinson. Die fünf jungen Briten boten eine stampfende, hektische Mischung aus Hardcore und Thrash. Das war mir eine Nummer zu hart und unmelodisch, also nicht unbedingt meine Sache. Nach einer halben Stunde war Schluß, die Halle zu diesem Zeitpunkt schon rappelvoll.
Kurz nach 21 Uhr betraten die Eisernen Jungfrauen unter eingespielten Filmsequenzen und einer beeindruckenden Lightshow die Bühne, passend zum aktuellen Album und dem Motto der Tour mit The Final Frontier. Besonders in der ersten Konzerthälfte, aber auch generell wurden viele neue Stücke gespielt. Die zahlreichen Klassiker hatten darunter zu leiden. In den Hauptset eingestreut waren immerhin 2 Minutes to Midnight, The Trooper, The Evil That Man Do und Fear of the Dark. Erstaunlich fand ich, daß das Material des aktuellen Albums von der tobenden Menge im Innenraum frenetisch abgefeiert wurde. Nicht weniger überrascht war ich von den vielen jungen Leuten, die in den Anfangsjahren von Iron Maiden noch längst nicht das Licht der Welt erblickt hatten.
Einer der Höhepunkte war der Song, nach dem die Band benannt ist, nämlich Iron Maiden. Nachdem die letzten Akkorde verklungen waren und die sechs Musiker die Bühne verließen, rieb ich mir verwundert die Augen. Ich hatte gar nicht gemerkt, daß schon anderthalb Stunden heruntergespielt waren.
In der folgenden halbstündigen Zugabe ließen Bruce Dickinson, Bassist Steve Harris, Schlagzeuger Nicko McBrain und die drei Gitarristen Dave Murray, Adrian Smith und Janick Gers es dann noch einmal richtig krachen. Ich kam in den Genuß der Uralt-Klassiker Number Of The Beast, Hallowed By The Name und Running Free. Genau darauf hatte ich gewartet. Lediglich Run To The Hills fehlte mir zum Glück, aber man kann ja nicht alles haben. Dafür gab es natürlich den unverzichtbaren Eddie, und diesmal gleich in doppelter Ausführung.
Ein Fazit steht nach diesem Konzert jedenfalls fest. Was Songs, Live-Auftritte und Bühnenshow angeht, bleiben Iron Maiden im Metal-Bereich das Maß aller Dinge. Und Bruce Dickson ist der unerreichte Meister der großen Gesten und der perfekte Frontmann für eine Band wie Maiden.

Aufstieg, Punkte und Krawalle

Zur abschließenden Partie war ich in Essen. Rot Weiß stand vor dem letzten Spieltag als Aufsteiger in die Regionalliga fest, und das gönne ich dieser Traditionsmannschaft. Gleichgültig wie die Begegnung ausgehen würde, Fortuna Köln bliebe Tabellendritter. Doch unsere Fortuna wollte zum Saisonabschluß noch einmal zeigen, daß der Aufstieg denkbar knapp verpaßt wurde und sie sich vor keinem Gegner zu verstecken braucht.
Und sie legte los wie die Feuerwehr. Zu keiner Phase des Spiels hatte ich das Gefühl, die Essener können der Fortuna gefährlich werden. Die Südtstädter zeigten glänzende Spielzüge, waren technisch und kämpferisch überlegen und gewannen auch in dieser Höhe verdient mit 3:0 im Georg Melches-Stadion. So hatten nicht nur die Essener zu feiern, sondern wir Kölner ebenfalls.
Nach dem Abpfiff drohte dann allerdings die Situation zu eskalieren. Den Ordnungskräften war es unmöglich, die vielleicht 10.000 Essener Fans davon abzuhalten, den Platz zu stürmen. Binnen weniger Minuten war der Rasen von Menschen überfüllt. Während allerdings die meisten RWE-Anhänger einfach nur mit ihrer Mannschaft feiern wollten, stürmte eine große Gruppe auf den Kölner Fanblock zu, radikal auf Krawall gebürstet. Besonders hervor taten sich einige Fascho-Skins, von denen sich einer sogar entblödete, das auf den rasierten Schädel tätowierte Hakenkreuz öffentlich zur Schau zu stellen. Ich nehme an, er und seine Kumpels hatten gemeinsam den IQ einer leeren Bierflasche. An den Ordnern und der rasch aufmarschierten Polizei kamen sie aber nicht vorbei.
Schade finde ich, daß nach der Saison das altehrwürdige Georg Melches-Stadion abgerissen wird. Gleich nebenan bekommen die Essener für die kommende Saison eine neue Spielstätte.

Sonntag, 29. Mai 2011

Wolfgang, do kanns zaubre

Ich hatte das Konzert rockiger erwartet als am Vorabend, und es wurde rockiger. Dabei ging es besinnlich los mit Für ne Moment, Wolfgang Niedeckens Liebeserklärung an die kölsche Sprache.
Lieder vom neuen Album wechselten sich unterhaltsam mit Klassikern ab. Wolfgang definierte es anders, sprach augenzwinkernd von neuen und alten Klassikern. So kann man es auch sehen. Auf der aktuellen CD Halv su wild haben nämlich einige neue Klassiker durchaus das Zeug dazu, irgendwann mal zu alten Klassikern zu werden. Besonders mag ich das Uptempo-Stück Karl Heinz, aber auch die Hommage an den Chlodwigplatz, ein Herzstück der Kölner Südstadt, sowie Dreidüüvels Name und Woröm dunn ich mir dat eijentlich ahn. Der Meister kann halt nicht vom FC lassen, und das ist auch gut so.
Do kanns zaubre und Verdamp lang her sind glücklicherweise ebenso unverzichtbar wie Wellenreiter, das einmal mehr vom Publikum intoniert wurde. Danke für Jraaduss, für mich immer noch eine der schönsten BAP-Nummern. Noh all dänne Johre war ein ebenso grandioser Konzertabschluß wie am Vorabend Schluß, aus, vorbei. Obwohl, Helfe kann dir keiner, das älteste BAP-Stück von 1976 kam noch hinterher. Ein Glück, denn das darf auch nicht fehlen.
Ein formidabler Auftritt mal wieder, nur leider zu kurz, weil wegen eines klagenden Querulanten um 22 Uhr auf der Domplatte Schluß sein muß. Dafür freue ich mich schon wie jeck auf das nächste BAP-Konzert.

Samstag, 28. Mai 2011

Wolfgang Niedecken und die WDR Big Band

35 Jahre BAP, 60 Jahre Wolfgang Niedecken, unter diesem Motto stehen die zwei Konzerte auf dem Roncalliplatz. Oder auch: BAP-Fest. Gestern spielte Niedecken mit der weltberühmten Big Band des WDR, heute abend folgt der Auftritt mit der gewohnten BAP-Formation, beide auf der Domplatte. Schöner als direkt vor dem Dom geht es nicht.
Der Kölner Liedermacher und Sänger stand schon in der Vergangenheit bekanntlich nicht nur mit seiner Leib- und Magen-Rocktruppe auf der Bühne. Seine drei Soloalben spielte er mit verschiedenen Bands ein, mit denen er dann auch jeweils einige Konzerte gab. 1987 entstand das Album Schlagzeiten mit den Complizen, 1995 Leopardefell mit der gleichnamigen Band und 2004 NiedeckenKöln eben mit der WDR Big Band. Gestern fand diese Kollaboration eine gelunge Fortsetzung.
Doch bevor es los ging, traf ich mich mit meinem Kollegen Christian Humberg. Christian, der für das Konzert aus Mainz angereist war, schreibt für die Bastei-Serien PROFESSOR ZAMORRA und STERNENFAUST. Wir unterhielten uns über aktuelle und künftige Projekte, bis die Domglocken zu läuten begannen. Nach ihrem Verklingen kam Wolfgang Niedecken mit vielköpfiger Unterstützung auf die Bühne.
Der Bob Dylan-Verehrer präsentierte viele alte und ältere BAP-Stücke, die sich auf die eine oder andere Weise mit Deutschland, deutscher Geschichte und deutschen Befindlichenkeiten beschäftigen. Niedecken faßte sie gestern unter der Überschrift Deutschlandlieder zusammen. Es ging um den Rüstungswettlauf in Drei Wünsch frei und den Widerstand gegen den Nato-Doppelbeschluß in 10. Juni, die NS-Zeit in Kristallnaach oder in Amerika um die Zeit des Wiederaufbaus von Köln. Der einstmals deutsch-deutschen Problematik waren Desshalv spill mer he und Unger Linde, enn Berlin geschuldet. Cheppendale Desch finde ich großartig, ebenso wie Nie met Aljebra.
All das kam ganz anders arrangiert daher, als sonst von BAP gewohnt. Denn die BAP-Musiker waren zwar auch auf der Bühne, hielten sich aber dezent im Hintergrund und ließen der swingenden WDR Big Band den Vortritt, deren Mitglieder zudem ein paar tolle Soli zum besten gaben. Obwohl ich mehr auf die rockigen Versionen stehe, war das klasse.
FC, jeff Jas folgte auch noch, in der 4. Version, glaube ich. Zum Konzertabschluß gab es Schluß, aus, okay, womit alles gesagt war, denn morgen geht es weiter mit BAP. Die Vorfreude ist schon da.

Montag, 23. Mai 2011

Maat et joot, Mathias und Stephan

Gestern fand das letzte Saisonheimspiel im Südstadion statt. Fortuna Köln trat gegen Westfalia Herne an, ebenfalls eine ehemals langjährige Zweitligamannschaft. Ein paar schöne Spielzüge waren zu sehen, doch über weite Strecken blieb es bei beschaulichem Sommerfußball. Der verdiente 2:0-Sieg unserer Südstädter war allerdings nie gefährdet. So bleibt Fortuna am Ende Tabellendritter, während Rot Weiß Essen und Germania Windeck in die Regionalliga aufsteigen.
Bei der Fortuna wurden vor dem Anpfiff gleich mehrere Spieler verabschiedet, darunter unser Kapitän Stephan Glaser, der seine Karriere aus beruflichen Gründen beendet. Sehr schade. Ich hätte Stephan gern noch die eine oder andere Saison länger im Fortuna-Trikot gesehen und kommendes Jahr den Aufstieg mit ihm gefeiert. Aber in den Amateurligen geht der Beruf natürlich vor. Uns ebenfalls verlassen wird zu meinem großen Bedauern unser Trainer Mathias Mink, der zur 2. Mannschaft des Vorstadtvereins auf der anderen Rheinseite wechselt. Bayer irgendwas ...
Nach dem Spiel wurde im Vereinsheim noch kräftig gefeiert, und ein bißchen Wehmut kam auch auf. Natürlich wurde die letzte Gelegenheit genutzt für ein paar gemeinsame Fotos mit Kapitän und Trainer. Mathias und Stephan, ich wünsche euch viel Erfolg für die Zukunft.
Nächsten Sonntag steht dann auch das letzte Auswärtsspiel der Saison an. Es geht nach Essen zum Tabellenführer Rot Weiß. Es wäre schön, den bereits feststehenden Aufsteiger noch ein bißchen zu ärgern. Doch egal wie das Spiel ausgeht, ändern wird sich am Tabellenbild nichts mehr.

Samstag, 21. Mai 2011

D'r Rhing erop, d'r Rhing eraf

Ich gehe gern spazieren, stundenlang und egal bei welchem Wetter. Ich laufe Parks ab, erkunde Kirchen, von denen es in Köln zahlreiche gibt, oder wandere einfach so durch die Gegend, völlig ohne Ziel. Wenn mir danach ist, stören mich weder Regen noch Schnee. Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung. Der blöde und doch zutreffende Spruch ist wohl aus meiner Bundeswehrzeit hängen geblieben.
Besonders genieße ich ausgedehnte Spaziergänge am Rheinufer. So wie gestern. Der Himmel war blau, das Wetter bestens. Ich machte mich in der Innenstadt auf den Weg und kam bis nach Rodenkirchen, tief im Kölner Süden. Lastkähne, Hausboote und Brücken, Möwen, Enten und Raben, Promenade und Uferböschung, Radfahrer und Angler, dazu viel Grün und der Geruch des Rheins. Alles zusammen dazu angetan, den Kopf frei zu bekommen und die Gedanken treiben zu lassen. Oder aber Ideen zu entwickeln.
In Rodenkirchen angekommen, hatte ich die Grundzüge für zwei Kurzgeschichten im Kopf. Bei der einen handelt es sich um den Beitrag für eine Anthologie mit dem Thema Drachen, bei der anderen um eine weitere Story für eine Kurzgeschichtensammlung aus meiner Feder. Ich hatte schon eine ganze Weile darüber nachgedacht, ohne daß der zündende Funke kam. So kam er gewissermaßen aus dem Nichts. Gutes Gefühl.

Freitag, 20. Mai 2011

Lesung im ProBier? Keine Ahnung!

Ich war im Reissdorf-Brauhaus auf der Severinstraße einen Happen essen und ein Kölsch trinken und wollte eigentlich schon wieder los. Da sprach mich eine Frau an. Ich hätte doch mal eine Lesung in der Gaststätte ProBier gehalten.
An das ProBier erinnere ich mich. Ja, da war ich damals gelegentlich, aber der Laden ist seit mindestens zehn, zwölf Jahren zu. Es sei auch mindestens 15 Jahre her seit dieser Lesung, erfuhr ich. Und es sei dieses Science Fiction-Zeug gewesen, das ich vorgetragen habe. Ups, könnte wohl hinkommen.
Allein, ich erinnere mich beim besten Willen nicht daran. Weil die Lesung damals so schlecht war und ich sie verdrängt habe? Oder weil ich alt und vergeßlich werde? Da hoffe ich doch lieber auf ersteres.

Montag, 16. Mai 2011

Heavy Metal Thunder

Was Hard Rock und Heavy Metal angeht, gehörten Saxon schon immer zu meinen Lieblingen. Keine Frage also, daß ich mir im Rahmen der laufenden Tour den Auftritt in der Live Music Hall nicht entgehen ließ. Es war wie so häufig bei Konzerten in kleineren Hallen. Die LMH war völlig überhitzt und die Luft trotz Rauchverbots zum Schneiden. Dazu 5 Euro für 0,4 Liter Kölsch im Plastikbecher, das war heftig, naja.
Kumpel Till und ich schlugen uns nach vorne durch. Drei Meter vor uns die Bühne, einen Meter seitlich hinter uns die Theke, das paßte. Außerdem traf ich weitere Bekannte, darunter Maik, einen ehemaligen Pressesprecher von Fortuna Köln. Ihn hätte ich da nun wirklich nicht zu sehen erwartet.
Die erste Vorgruppe verpaßte ich, von der zweiten bekam ich die drei letzten Lieder mit. Von der Band, Crimes Of Passion, hatte ich noch nie gehört. Bei einem Stück klang der Sänger wie Ozzy Osbourne zu frühen Black Sabbath-Zeiten. Beim nächsten gebärdete er sich wie Iron Maiden-Sänger Bruce Dickinson, und auch der episch anmutende Song hätte von Maiden stammen können. Schließlich gab es als Zugabe eine sehr gefällige Version von Holy Diver als Hommage an den vor wenigen Monaten verstorbenen Ronnie James Dio. Eine recht krude Mischung eigentlich, aber gar nicht mal schlecht.
Sämtliche Hallenwidrigkeiten waren augenblicklich vergessen, sobald Biff und seine Mitstreiter die Bühne betraten. Gleich mit den ersten Akkorden hatten sie ihre Anhänger im Griff. Von denen sind die meisten, so wie ich, offenbar seit gut 30 Jahren mit der Band verbunden.
Neben diversen Klassikern aus der Frühzeit spielten die Briten Stücke aus ihren verschiedenen Schaffensphasen. Ebenso wurden mehrere Songs aus dem in wenigen Tagen erscheinenden neuen Album präsentiert. Von Saxon bin ich noch nie enttäuscht worden, und das war bei diesem knapp zwei Stunden dauernden Auftritt nicht anders. Der gute alte Biff ist topfit, und die Truppe zeigte sich in bester Spiellaune. Die Burschen lieben ihre Songs auch noch nach der x-ten Darbietung in 3 Dekaden, und das merkt man ihnen an. Saxon sind Rock'n'Roller mit Leib und Seele.
Nach langer Zeit habe ich mich mal wieder zum Headbangen hinreißen lassen und die Luftgitarre ausgepackt, und schon beim zweiten Stück war mein T-Shirt völlig durchgeschwitzt. Später ertappte ich mich sogar beim Hüpfen. Kein Wunder, denn Balladen gibt es bei Saxon zum Glück nicht, und somit auch keine Verschnaufpausen. Das Konzert machte solchen Spaß, daß ich gar nicht merkte, wie die Zeit verging.
Mit Hit-Klassikern gingen Saxon schließlich von der Bühne, und mit ebensolchen kamen sie zum Zugabenteil auf die Bühne zurück. Vor dem Rausgehen waren es Denim and Leather sowie Princess of the Night, danach gab es noch Crusader, 747 Strangers in the Night, Strong Arm of the Law und Wheels of Steel. Allein diese letzten sechs Lieder haben den Konzertbesuch gelohnt.
Danach war Schluß, und ich machte mich klatschnaß auf den Heimweg. Dies in der Hoffnung, Saxon mögen schon bald wieder nach Köln kommen.

Sonntag, 15. Mai 2011

Rubbeldiekatz am Borsigplatz

Zehnter Platz zum Abschluß? Damit muß man nach dieser (wieder einmal) verkorksten Spielzeit beim 1. FC Köln zufrieden sein. Hätte mir vor der Saison jemand gesagt, daß der FC am Ende in der Tabelle vor Wolfsburg, Schalke, Stuttgart und Bremen steht, hätte mir das nicht mehr als ein mitleidiges Lächeln entlockt. Und tatsächlich hätte es ganz anders laufen können. Ich bin sicher, daß eine Niederlage gegen Leverkusen den Abstieg nach sich gezogen hätte. So ist der Sieg gegen die Pillen noch schöner, als er es ohnehin gewesen wäre. Das zweite Saison-Highlight war der 3:2-Sieg gegen Bayern München mit einer grandiosen 2. Halbzeit. Zur Pause hatte der FC noch mit 0:2 zurückgelegen, das Spiel dann aber phänomenal gedreht.
Gratulation an den neuen Deutschen Meister Borussia Dortmund. Eigentlich habe ich mit dem BVB nichts am Hut, aber die junge Truppe hat mich die ganze Saison über begeistert. Das war richtig toller, herzerfrischender Angriffsfußball von einer Mannschaft, die vor dem ersten Spieltag weder Experten noch Fans auf der Rechnung hatten. So macht die Bundesliga Spaß. Ich bin mal gespannt, wie Dortmund nach dem Abgang von Nuri Sahin zu Real Madrid in der kommenden Saison, auch in der Champions League, auftritt. Den Überraschungseffekt gibt's jedenfalls nicht mehr.
Hingegen hat es für Vizekusen einmal mehr nur zum zweiten Platz gereicht. Bayer wird auch in den nächsten tausend Jahren nicht Meister. Was auch gut ist. Denn Deutscher Fußballmeister soll eine Fußballmannschaft werden, gerne eine mit Tradition, auf keinen Fall jedoch die finanziell aufgepumpte Werbemaßnahme eines Chemiekonzerns.
Ja, die Bundesliga-Saison 2010/2011 ist vorüber, doch längst sind noch nicht alle Entscheidungen getroffen, bevor die grausame fußballose Zeit beginnt. Die 2. und die 3. Liga laufen noch. Das DFB-Pokalfinale steht an, und die beiden Relegationsspiele zwischen Borussia Mönchengladbach und dem Vfl Bochum um den vakanten Platz in der Bundesliga werden noch gespielt. Ebenso die Relegation zwischen 2. und 3. Liga, nicht zu vergessen die Endspiele der Champions League und der Euro League. Ich freue mich darauf, besonders natürlich auf Manchester United gegen Barcelona.

Sonntag, 8. Mai 2011

69. Intercomic

Am Wochende fand in Köln wieder die Intercomic statt. Die Börse für Comics und Romane ist irgendwie Pflichtbesuch und Vergnügen zugleich. Man trifft stets Bekannte und Kollegen, und es ergeben sich gemütliche Gespräche. So auch diesmal.
Wie immer besuchte ich Jörg Kaegelmann und seinen Blitz-Verlag sowie Joachim Ottos Romantruhe. Auch Heinz Mohlberg war mit seinem gleichnamigen Verlag vertreten. An seinem Stand entdeckte ich im Angebot sogar einige meiner Romane. Das freut einen natürlich.
Private Kumpels sind auch stets zugegen, diesmal unter anderem Helmut und Norbert vom Kölner SF-Stammtisch, dazu Martin, der mal wieder extra aus Wien angereist war. (Jungs, wann macht ihr euren nächsten Con in Wien?)
Den Schrifsteller Walter Appel, bekannt auch unter seinem Autorennamen Earl Warren, erwischte ich just, als ihm für seine zahlreichen Romane ein Preis verliehen wurde. Zu meiner Schande muß ich gestehen, daß ich weder genau weiß, wie viele Romane Walter nun verfaßt hat, noch den exakten Namen des Preises im Kopf habe. Irgendwas mit Star Award war es.
Ganz überraschend ergab sich nebenbei die Option zu einem neuen Projekt, das aber noch geheim ist. Auf jeden Fall hörte es sich sehr interessant an, und ich bin gespannt auf den angekündigten Anruf des Verlegers.

Freitag, 6. Mai 2011

Ren Dhark in Rekordzeit

Manchmal schreibe ich schnell, manchmal langsam. Das hängt von diversen Faktoren ab.
Einer ist das Expose, aus dem der Roman entstehen soll, und meine eigenen damit einhergehenden Ideen zur Umsetzung. Komme ich gut hinein und gut damit zurecht, klappts naturgemäß leichter, als wenn ich bei Details Verständnisschwierigkeiten habe oder mir Zusammenhänge nicht gleich einleuchten. Ein anderer ist die mir zur Verfügung stehende Zeit bis zum Abgabetermin. Bleibt mir viel Zeit bis zur Abgabe, lasse ich manchmal den Herrgott einen guten Mann sein und setzte mich in die Sonne statt zu schreiben.
Beim neuen Ren Dhark-Expose kam alles zusammen, was ich im Nachhinein für die Fertigstellung des Romans als positiv bewertete. Die Worte, Sätze und Kapitel flossen mir nur so aus der Feder, respektive dem Computer. Keine vier Tage brauchte ich vom Lesen des Exposes bis zum Versenden des Manuskripts an den Verlag. So dürfte es von mir aus häufiger fluppen.