Dienstag, 30. Juli 2013

Domstadt-Blues für lau

Mein Kriminalroman Domstadt Blues hat schon einige Jahre auf dem Buckel, in der Print-Ausgabe wohlgemerkt. In der gedruckten Form ist er vergriffen. Seit einer Weile ist er jedoch als Ebook erhältlich, seit der Berliner Autor und Verleger Thomas Knip ihn in sein Verlagsprogramm aufgenommen hat.

Unter anderem ist der Roman - selbstverständlich - bei Amazon erhältlich. Dort wird er nun zwei Tage lang kostenlos herunterzuladen sein, nämlich heute und morgen. Thomas Knip und ich würden uns freuen, wenn viele Leute die Gelegenheit ergreifen würden, zumindest einen Blick hineinzuwerfen. Zu finden ist er bei Amazon unter folgendem Link:

http://www.amazon.de/Domstadt-Blues-ebook/dp/B005OPKG1O/

Ren Dhark bei Phantastik-News

Immer mal wieder schaue ich bei Phantastik-News hinein, und immer mal wieder finden sich dort Besprechungen zu den aktuellen Ren Dhark-Romanen - so wie zu vielen anderen. Phantastik-News ist ein Portal für alle möglichen Spielarten der Phantastik, gemacht von Fans für Fans. Das Online-Magazin verspricht tägliche phantastische Nachrichten, und ein Blick lohnt sich.

Jetzt wurden die beiden jüngst erschienenen Bücher aus dem Universum von Ren Dhark besprochen. Das eine, den Unitall-Sonderband namens Hundert Jahre Krieg, habe ich verfaßt. Bei dem anderen, dem 42. Band aus der Hauptserie Weg ins Weltall mit Titel Pyrrhussieg, handelt es sich um eine Gemeinschaftsarbeit von Jan Gardemann, Uwe Helmut Grave und mir, geschrieben nach einem Exposé von Hajo F. Breuer.

Die Rezensionen stammen einmal mehr von Robert Monners, der ein fleißiger Dhark-Leser zu sein scheint. Sie sind kurz, knackig und doch aussagekräftig. Zu finden sind sie unter den folgenden Links:

http://www.phantastiknews.de/joomla/index.php?option=com_content&view=article&id=7051:ren-dhark-weg-ins-weltall-42-pyrrhussieg-hajo-f-breuer-hrsg-buch&catid=42:rezensionen&Itemid=62

http://www.phantastiknews.de/joomla/index.php?option=com_content&view=article&id=7052:ren-dhark-unitall-22-hundert-jahre-krieg-achim-mehnert-buch&catid=42:rezensionen&Itemid=62

Montag, 29. Juli 2013

Bob und Ben, die fliegenden Abenteurer

Vor einiger Zeit kam der Verleger Peter Hopf auf die Idee, einige der legendären Comics von Hansrudi Wäscher als Romane zu veröffentlichen. Die Bücher mit den alten Wäscher-Helden stellen mittlerweile ein Herzstück des Verlags dar. Los ging es mit dem Dschungelhelden TIBOR, dann folgte der Raumfahrer NICK mit seinen Sciene Fiction-Geschichten, und demnächst kommt der erste Band mit den Abenteuern des Ritters FALK heraus. Da es von diesen drei Serien zahlreiche Piccolo-Hefte und Großbände gab, werden auch entsprechend viele Romanadaptionen erscheinen.

Etwas anders sieht die Sache bei BOB UND BEN aus. Die Erlebnisse der beiden Kunstpiloten brachten es 1963 lediglich auf 9 Piccolos und 14 Großbände. Anstatt zwei oder drei Bücher daraus zu machen, gingen Herausgeber Peter Hopf und der Berliner Autor Thomas Knip gleich in die Vollen. Die tollkühnen Geschichten der beiden fliegenden Abenteurer und unzertrennlichen Freunde Bob und Ben liegen jetzt, 50 Jahre nach der Veröffentlichung der Comics, in einem 340 Seiten starken Band endlich auch als Roman vor. Das Titelbild läßt ahnen, daß es inhaltlich alles andere als handzahm zugeht.

Wer sich für das Buch interessiert, folgt einfach dem nachfolgenden Link zur Verlagsseite:
http://www.verlag-peter-hopf.de/detail-abenteuer-bob-und-ben-001.php

Sonntag, 28. Juli 2013

Im Weltall geht's hoch her

Wieder eine meisterliche Graphik von Ralph Voltz. Sie ist an anderer Stelle bereits publik gemacht worden; nun komme ich endlich dazu, das Bild auch hier einzustellen. Es wird REN DHARK - WEG INS WELTALL 43 schmücken. Das Buch trägt den Titel Tödliche Flut und erscheint Anfang September.


Mittwoch, 24. Juli 2013

Springsteen and I

Für seine Fans ist Bruce Springsteen viel mehr als nur ein Künstler. Mit seiner Musik und seinen Texten ist er einer von ihnen, ein Weggefährte, ein Freund, jemand der in ihrem Leben einen besonderen Stellenwert einnimmt und den nicht wenige von ihnen lieben. Seine Fangemeinde erstreckt sich über den ganzen Globus und läßt sich nur schwerlich beziffern.

Für mich war der Boss immer jemand, der für jede Situation in meinem Leben den richtigen Soundtrack parat hatte. Woran sich seit den Achtzigern bis heute nichts geändert hat. Bei Bruce kann man feiern, lachen, tanzen, in sich gehen, nachdenken und weinen - und niemals hat man das Gefühl, daß irgendein Stück von ihm, irgendeine Textzeile nicht ehrlich ist. Seine unbedingte Authentizität ist einer der Schlüssel für dieses Miteinander, das schwer zu beschreiben ist. Man muß es in einem Konzert erleben, oder man muß dem Mann einfach nur zuhören.

Am 22. Juli lief weltweit der Musik-Dokumentationsfilm "Springsteen and I" in den Kinos. Natürlich geht es darin um das Leben und die Musik des Ausnahmekünstlers, doch geschieht dies aus einer ganz speziellen Warte, nämlich aus der Sicht seiner Fans. Sie wurden gebeten, zu schildern, was sie mit dem Boss und seiner Musik verbindet. Rund 2.000 selbstgedrehte Videos wurden eingereicht, aus denen Baillie Walsh ein einzigartiges filmisches Dokument über den Mann produzierte, der die Rockmusik auf seine eigene persönliche Weise definiert hat.

Ich bin freudig gespannt ins Kino gegangen, aber nicht voller Überschwang. Vor zwei Wochen erst habe ich ein grandioses Springsteen-Konzert live miterlebt. Da mutet ein Dokumentarfilm doch eher zweitrangig an, ein bißchen bieder vielleicht, aber von wegen. Es ist Walsh gelungen, Springsteens Magie und das innige, das vertraute Verhältnis zwischen seinen Fans und ihm auf die Leinwand zu bringen. Es gab rührende Beiträge, bewegende Momente und große Augenblicke. Bei einigen Beiträgen habe ich Tränen gelacht, so humorvoll und zugleich liebevoll sind sie gelungen. Und immer wieder mußte ich nicken, weil ich genau nachvollziehen konnte, was die Leute über ihren Bruce zu sagen hatten.

Der Film ist ein wunderbares Kleinod und auf DVD für ein zweites und drittes Wiedersehen fest eingeplant. Es gibt keine einzige Länge, nicht eine Minute, weil er einen kaum weniger in den Bann zieht als ein Konzert des Boss. Was übrigens nicht nur für seine Fans gelten dürfte. Ich bin sicher, allen Rockfans, auch wenn sie keine expliziten Springsteen-Jünger sind, wird der Dokumentarfilm bestens gefallen. Ich kann ihn ohne die geringste Einschränkung empfehlen. Dank der zahlreichen Einspielungen von Auftritten aus den Siebziger Jahren bis heute eignet er sich zudem bestens, um die konzertlose Zeit zwischen zwei Tourneen des Boss zu überbrücken. Laßt euch verzaubern. Der Film schafft das.

Montag, 15. Juli 2013

Ein Leser äußert sich zu Pyrrhussieg

Der durchaus kritische Ren Dhark-Leser Reinhard Dorn schrieb einen Brief zu dem jüngst erschienenen neuen Roman von Weg ins Weltall. Da die Bücher erst kürzlich an die Abonnenten verschickt wurden, war Herr Dorn wirklich fix mit dem Lesen von Pyrrhussieg. Ich habe mich über seinen Leserbrief sehr gefreut, was sicher auch für meine Kollegen gilt.

Mit seiner freundlichen Genehmigung veröffentliche ich seine Reaktion für die Dhark-Leser, die sich in meinem Blog tummeln, an dieser Stelle. Natürlich auch für alle anderen, die sich dafür interessieren.

Werte Redaktion!

Zweimal habe ich mich kritisch zu einzelnen Bänden der Ren-Dhark-Reihe und ein bisschen auch zur Konzeption, wie die Handlung ausgestaltet ist und zu verschiedenen Abläufen geäußert. Dabei war mir sehr wohl bewusst, dass eine so lange laufende Serie ein gehöriges Maß an Koordination, Kreativität und Systematik erfordert. Leser wollen halt immer wieder etwas Neues, noch nie Dagewesenes, den Kick.


Mir ist auch klar, dass veränderte Einstellungen der Leserschaft, wandelnder Zeitgeist und neue Errungenschaften in der Technik und Forschung auf Stil und Inhalt Einfluss nehmen, ebenso, wie Autoren ihre eigene Schreibe haben.

Ich räume freimütig ein, dass ich in den letzten beiden Jahren mehrfach ernsthaft darüber nachgedacht habe, mich aus der Serie zu verabschieden. Letztendlich hat aber mein jugendliches Nostalgiedenken die Oberhand behalten. Von einer lieb gewordenen Gewohnheit trennt man sich eben nicht so gern.

Nun kann ich sagen: Das Warten hat sich gelohnt! Pyrrhussieg war für mich wieder einmal ein Highlight. Keine Seite langweilig, kein Moralisieren, abwechslungsreiche Handlung in den unterschiedlichen Erzählsträngen - diesmal kann ich dem letzten Teilsatz des Rückentextes "Spannungs-SF, wie sie heute nur noch selten geschrieben wird" zustimmen. Es gibt für mich nur wenige Bände, die mich so gefesselt haben wie dieser. Hier ist es gelungen, Spannungsbögen aufzubauen und zum richtigen Zeitpunkt an einen anderen Schauplatz zu wechseln, was richtig Appetit macht auf die Fortsetzung. Ich bin endlich einmal wieder gespannt, wie die Geschichte in jedem einzelnen Passus weitergeht.


Wie ich vor einigen Jahren in meiner ersten E-Mail geschrieben habe: Offene Fragen machen neugierig, regen die Fantasie an, das Mitdenken, das Spekulieren. Das macht Spaß! Dieser Band kommt aus meiner Sicht der Erzählkunst von Kurt Brand sehr nahe, ist ihr wohl gleichwertig. Für diesen Band kann ich uneingeschränkt Danke sagen.

Mit freundlichem Gruß


Reinhard Dorn

Dienstag, 9. Juli 2013

Ein Karton voll Dhark


Von jedem REN DHARK-Roman, den ich verfaßt oder mitverfaßt habe, erhalte ich einen Stapel Belegexemplare. Das ist Usus, freut mich aber trotzdem jedes Mal aufs Neue. Es gibt kaum etwas Schöneres, als das fertige Produkt seiner Schreibtätigkeit in Händen zu halten. Ich blättere dann stets gleich ein wenig darin herum und rufe mir die eine oder andere Szene, die ich Wochen zuvor geschrieben habe, noch einmal in Erinnerung.

Heute brachte die Post einen besonders großen Karton. Er enthielt die Belegexemplare gleich zweier neuer Dhark-Romane, die soeben erschienen sind. Das ist zum einen der 42. Band der Hauptserie "Weg ins Weltall" mit Titel Pyrrhussieg. Die aktuelle Fortsetzung habe ich gemeinsam mit den Kollegen Jan Gardemann und Uwe Helmut Grave geschrieben. Mit dem vorliegenden Buch feiert der laufende Zyklus auch schon wieder Halbzeit. Damit ist schon wieder weit mehr als ein Jahr vergangen seit unserer letzten Autorenkonferenz.

Der zweite Roman heißt Hundert Jahre Krieg und stammt allein aus meiner Feder. Es handelt sich um den 22. Band von Unitall, einer Reihe mit abgeschlossenen Geschichten aus dem Kosmos von Ren Dhark. Ich finde es schön, daß auch die Sonderbände stetig weiterlaufen. Zu beiden hat wie immer Hajo F. Breuer die Exposés geschrieben, und die Titelbildgraphiken stammen obligatorisch von dem in den USA lebenden Künstler Ralph Voltz. Deshalb sind sie auch gut wie immer.

Samstag, 6. Juli 2013

Because The Night Belongs To Us

Als die Musiker um Viertel vor Acht unter donnerndem Applaus auf die Bühne kamen, bezweifelte wohl keiner im weiten Rund, daß dieser Abend "uns" gehört. Also dem Boss und seinem Publikum. Denn ein Auftritt von Bruce Springsteen ist ein Konzert - und noch viel mehr. Wenn Bruce gut drauf ist - und wann ist er das nicht? Ich habe ihn noch nicht schlecht aufgelegt erlebt - ist eine magische Nacht garantiert.

Dabei gleicht keines seiner Konzerte dem anderen. Springsteen ist stets für eine Überraschung gut. In Mönchengladbach begann er mit dem selten gespielten Jackson Cage, und es folgte gleich My Love Will Not Let You Down. Habe ich das überhaupt schon mal live erlebt? Später gab es One Way Street und Bill Haleys Shake Rattle And Roll. Reichlich Überraschendes also. Neben mehreren Stücken vom aktuellen Album "Wrecking Ball" gaben sich diverse Klassiker ein Stelldichein, beispielsweise Rosalita, Waiting on a Sunny Day und Born In The USA.

Ist es überhaupt nötig, die musikalische Klasse der E Street Band zu erwähnen? Springsteen und seine Mitstreiter gelten völlig zu recht als die beste Live-Band der Welt. Links und rechts von ihm standen die Gitarristen Nils Lofgren und Little Steven, dahinter der Rest der Truppe, verstärkt durch eine mehrköpfige Bläser-Sektion. Es gibt für mich zwei Bands, die aufgrund ihrer Qualität und ihrer musikalischen Kongenialität einfach mit ihrem jeweiligen Songschreiber zusammengehören. Mehr noch als Neil Youngs Crazy Horse ist das eben die E Street Band.

Zum Line Up ist noch etwas anderes zu sagen. Es war das erste Springsteen-Konzert, das ich nach dem Tod von Clarence Clemons gesehen habe. Der neue Saxofonist ist eine Klasse für sich. Dennoch habe ich den grandiosen Clemons vermißt. Sein Portrait wurde im Zugabeteil bei 10th Avenue Freeze-Out auf Leinwand eingeblendet. So war der Big Man zumindest auf diese Weise noch einmal auf der Bühne zu sehen.

Nicht nur bei Promised Land wurde das Konzert wie eine Messe zelebriert, und Badlands haut mich immer noch von den Socken. Born To Run und Thunder Road, zwei meiner Springsteen-Lieblingsstücke, sind sowieso weniger Rocksongs als Synonyme für Freiheit und Aufbruch, mithin Begriffe, die kaum jemand so sehr mit Leben füllt wie der Boss. Mit Dancing In The Dark und John Fogertys Rockin' All Over The World legte die E Street Band ein furioses Finale hin, das auch den letzten Besucher vom Sitz riß.

Übrigens war es mein erster Besuch überhaupt im neuen Mönchengladbacher Stadion, in dem die Fohlen ihre Heimspiele austragen. Es ist, das muß man auch als Anhänger des Erzrivalen neidlos anerkennen, eine beeindruckend schöne Arena. Müngersdorfer Stadion und Borussia-Park stehen sich in nichts nach.

In den exakt drei Stunden Spielzeit brachten Boss und Band 29 Stücke auf die Bühne. Dabei sah man Springsteen in jeder Minute die enorme Spielfreude an. Das Lächeln und die Begeisterung in seinem Gesicht sprechen für sich. Er lebt seinen Traum, und das Publikum lebt ihn mit. Ich war begeistert. Es war ein tolles Konzert, ein großes Konzert. Wie anfangs gesagt, ein magischer Abend. Springsteen kann einfach nicht anders.