Freitag, 29. Mai 2015

Ein Akt der Zerstörung

Das Titelbild für meinen nächsten Raumschiff Promet-Roman ist da. Das Taschenbuch wird voraussichtlich im Juni erscheinen, aber das gelungene Cover möchte ich euch - besonders natürlich den Promet-Lesern - nicht bis dahin vorenthalten.


Donnerstag, 28. Mai 2015

Eine neue Team-Autorin für Ren Dhark

Ich bin durch mit meinem neuesten Manuskript für REN DHARK. Erst nach der Arbeit und beim zweiten Durchsehen des Geschriebenen erschloss sich mir allmählich, was ich einer beliebten Figur des Dhark-Kosmos angetan habe, nämlich Simon, dem Wächter. Der Roman wird den passenden Titel Feind der Wächter tragen. Streckenweise hatte ich richtig Mitleid mit dem Silbernen, beim Schreiben und beim Korrekturlesen erst recht. Es ist eine äußerst tragische Geschichte, mehr verrate ich nicht.

Die beiden anderen Teilromane für das 56. Buch von "Weg ins Weltall" haben nach Exposés von Ben B. Black Jan Gardemann und Nina Morawietz verfasst. Damit ist die Katze aus dem Sack. Ja, Nina Morawietz ist wieder da. Die junge Autorin gab vor wenigen Jahren bereits ein Gastspiel bei Ren Dhark, und zwar bei dem Spinoff STERNENDSCHUNGEL GALAXIS, wo sie mit sechs vielbeachteten Romanen auf sich aufmerksam machte. Nun kehrt Nina zu Ren Dhark zurück, und das gleich als Teamautorin.

Die Graphik fürs Titelbild hat Ralph Voltz auch schon geliefert. Wen mag sie darstellen? Es darf spekuliert werden.


Montag, 18. Mai 2015

Role Play Convention wegen Überfüllung geschlossen

Das darf man wohl als vollen Erfolg werten. Am Samstag schlossen irgendwann am Nachmittag die Kassen, und es wurden keine weiteren Besucher in die Messehalle gelassen. Die Role Play Convention war rappelvoll, ließ ich mir sagen. Zum Glück hatte ich entgegen meinen ursprünglichen Planungen den Sonntag für eine Stippvisite gewählt. Ja, auch heute war die RPC gut besucht, doch es bestand nicht die Gefahr, im Gedränge mit anderen Leuten zu kollidieren.

Von denen waren viele gewandet, obligatorisch für diese Veranstaltung, die wohl die größte ihrer Art in Europa ist, nämlich eine Messe für Rollenspiele aller Arten und Genres. Die Kostüme, die die Spieler sich auf den Leib schneidern, sind immer wieder beeindruckend. Man kann sich vorstellen, wie viel Zeit und Energie die Leute in ihr Hobby stecken, um sich der Vorlage gerecht im Getümmel zu präsentieren. Ich hatte den Eindruck, dass die Fantasy eindeutig tonangebend war, sah aber beispielsweise auch viele Star Wars-Anhänger. Erstaunlich, dass Jedis und Sturmtruppen friedlich aneinander vorbeigingen, ohne ihre Waffen zu ziehen.

An zahlreichen Tischen wurde gespielt, dazwischen präsentierten Verlage und Aussteller sowohl Neuheiten als auch Klassiker. Dass es Programmpunkte gibt, bekommt man gar nicht mit, wenn man durch die Messehalle schlendert. Dabei sind sie sogar sehr zahlreich, wie mir ein Blick ins Programmheft verriet: Filmvorführungen, Spielrunden, Workshops, Präsentationen, Kostümwettbewerbe, Signierstunden und Lesungen. Zeichner und Autoren waren anwesend, ebenso Cosplayer, für mich, ich gebe es zu, ein Buch mit sieben Siegeln. Allerdings habe ich eine reizende Cosplayerin kennengelernt, wie die anhängenden Bilder verraten. Außerdem stolperte ich über einen Dienstwagen des BAFMW. Was das ist? Das in Bonn ansässige Bundesamt für Magische Wesen, das sich zuständig erklärt für Vampire, Werwölfe, Hexen, Feen, Elfen und andere magische Wesen. Falls jemand an dessen Existenz zweifelt, das Foto sollte Beweis genug sein.

Zahlreiche Bands traten mit musikalischen Darbietungen auf, besonders im Außenbereich. Als Mittelaltermusik bezeichne ich das. Ich weiß nicht, ob es einen anderen Namen dafür gibt, doch unabhängig von der Namensgebung ist das eh nicht mein Fall. Aber das macht nichts, denn auf der RPC passt genau das. Für das leibliche Wohl ist reichlich gesorgt, wenn auch nicht ganz billig. Ich probierte eine Flasche Red Pirates, ein Kirschbier mit Rumnote. Mit all seinen Ingredienzien ist es zwar weit vom deutschen Reinheitsgebot entfernt, geschmeckt hat es aber trotzdem.

Ganz ohne persönliche Bekanntschaften ging die Messe dann doch nicht ab. Ich traf auf den Medienfachmann Robert Vogel, der genau wie sonst auf Science Fiction-Cons von einem Vortrag zum nächsten eilte. Am Stand des SFCD, des Science Fiction Clubs Deutschland, der in diesem Jahr sein sechzigjähriges Bestehen feiert, besuchte ich den ebenso wie Robert unermüdlichen Roger Murmann, der eifrig für den nächsten BuchmesseCon die Werbetrommel rührte. Der BuCon steht ohnehin wieder auf meiner Liste.

Das Fazit fällt leicht: Ich bin zwar kein Spieler, und mit den zahlreichen Spielerunden kann ich nichts anfangen, doch die Atmosphäre und das bunte Treiben allein sind einen Besuch wert. Es gibt immer und überall etwas zu sehen, und ein bisschen kommt man sich vor wie auf Karneval. Was ja ohnehin über jeden Zweifel erhaben ist. Die hier eingestreuten Fotos machte übrigens dä leeve Jung Dieter Stiller, und bei der hinreißenden Katze handelt es sich um Model und Cosplayerin Janette Bratz.



Samstag, 16. Mai 2015

Konferenz statt Köln

Es passiert extrem selten im Verlauf einer Fußballsaison, dass ich die Bundesligakonferenz auf Sky einem Spiel der Kölner Mannschaften vorziehe. Heute war es soweit. Weder war ich im Südstadion, wo Fortuna Köln gegen Wehen-Wiesbaden antrat, noch habe ich mir das Gastspiel des 1. FC Köln bei Mainz 05 angesehen. Denn sowohl die Fortuna als auch der FC haben bereits am vergangenen Wochenende, also zwei Spieltage vor Saisonschluss, den Klassenerhalt in ihren jeweiligen Ligen geschafft - was mich natürlich sehr freut. Doch ist die Luft ein wenig raus.

Anderswo ist es dafür umso spannender. Zum einen kämpfen noch einige Mannschaften um den Einzug in einen internationalen Wettbewerb, zum anderen ist der Kampf gegen den Abstieg und um den Verbleib in der Bundesliga in diesem Jahr spannend wie selten zuvor. Ein halbes Dutzend Mannschaften können noch ins Gras beißen, sprich: den bitteren Gang in die 2. Liga antreten. Entsprechend zur Sache ging es am heutigen Nachmittag.

Der VfB Stuttgart geriet zunächst in Rückstand, drehte die Partie gegen den HSV aber noch. Huub Stevens durfte, zumindest vorübergehend, jubeln, während Bruno Labbadia nur eine lange Flappe blieb. Hannover gewann auswärts, und der SC Freiburg schlug die Bayern. Da kam Schadenfreude auf. Ein wenig leid tat es mir nur für den SC Paderborn, der kurz vor Schluss gegen die langweiligen Schalker das 0:1 kassierte und damit einen wichtigen Punkt verlor. Doch selbst als nun Tabellenletzter kann der Vorjahresaufsteiger den Klassenerhalt am letzten Spieltag noch sichern, denn im Tabellenkeller ist es extrem eng.

Übrigens haben die letzten beiden Spieltage noch etwas anderes Schönes als nur den Spannungskitzel. Um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden, finden sämtliche Begegnungen parallel am Samstagnachmittag statt. Das ist ganz wie früher, als die Spieltage aus kommerziellen Gründen noch nicht völlig auseinander gerissen waren. Meinetwegen könnte das wieder zum Standard werden, auch wenn das natürlich ein frommer Wunsch ist, der sich nicht erfüllen wird. Dass ich mich auf den letzten Spieltag am kommenden Samstag freue, brauche ich wohl nicht extra zu erwähnen.

Freitag, 8. Mai 2015

Perry Rhodan Planetenromane werden fortgesetzt

Von 1964 bis 1998 erschienen Perry Rhodan-Taschenbücher mit abgeschlossenen Abenteuern, die so genannten Planetenromane. Ich habe sie damals gesammelt, und viele davon besitze ich noch heute. Nach 415 Ausgaben ging es nicht weiter. Ab 2009 wurden ausgewählte Titel aus der Reihe als Taschenhefte neu aufgelegt, wieder unter dem Namen Planetenromane. Darunter war auch mein Roman Tod über Derogwanien. Diese Edition lief bis 2014 und brachte es auf 30 Ausgaben, dann war abermals Schluss.

Ich bedauerte diese Entscheidung, hatte ich die Reihe doch gelesen. Zwar nicht alle Ausgaben, aber doch einige. Darunter waren die großartigen Werke Invasion der Puppen von William Voltz und Terra in Trance von Robert Feldhoff, beide Autoren längst verstorben. Die genannten Romane kann ich allen an der Phantastik im allgemeinen und an Science Fiction im speziellen Interessierten wärmstens empfehlen.

Jetzt, nach einem Jahr, werden die Neuauflagen beim Zaubermond-Verlag fortgesetzt, künftig als Taschenbücher. Dabei werden jeweils zwei Romane in einem Band erscheinen. Die Nummerierung wird beibehalten, was hoffentlich auch für das Format gilt. Man will die Romane schließlich schön nebeneinander ins Regal stellen. Los geht es mit Robert Feldhoff, dann folgen Klassiker von H. J. Frey und Rhodan-Serienbegründer Walter Ernsting alias Clark Darlton. Finde ich gut, und ich hoffe, dass auch die Werke des vor zehn Jahren verstorbenen Kölner Autors Thomas Ziegler zu ihrem Recht kommen. Speziell eine Wiederveröffentlichung von Der Narrenturm ist überfällig - was natürlich Geschmackssache ist.




Donnerstag, 7. Mai 2015

Zehntausende Rollenspieler treffen sich in Köln

Die Role Play Convention steht auch schon wieder vor der Tür. Die Veranstaltung dreht sich rund um das Thema Rollenspiele und umfasst thematisch so ziemlich alles, was sich dem Bereich der Phantastik zuordnen lässt: Fantasy, Sciene Fiction, Mystery und weitere Subgenres.

Von einem Con kann man bei der RPC wohl kaum noch reden. Bei Besucherzahlen im fünfstelligen Bereich hat sie sich zu einer großen Messe entwickelt. Von den Veranstaltern wird sie sogar als "Europas größtes Fantasyevent" beworben. Wie immer in den letzten Jahren findet sie in der Koelnmesse statt, und zwar am 16. und 17. Mai.

Wenn ich es zeitlich hinbekomme, werde ich am Samstag zumindest mal vorbeischauen. Weitere Informationen finden sich hier: http://www.rpc-germany.de/


Dienstag, 5. Mai 2015

Ein Roman von 2006?

Ich hatte mal wieder ein Erlebnis aus der Kategorie "Seltsam, aber so steht es geschrieben". Ein milder Frühlingsabend, trotz strömenden Dauerregens. Drinnen lief Fußball, doch wir setzten uns vor die Alte Griechenschänke. Im Regenschutz der Markise wurde gewürfelt und irgendwie reihum verloren. Das ist fair, so zahlt jeder mal eine Runde.

Irgendwann kam ein Passant des Weges, hielt inne und nahm am Tisch hinter uns Platz. Nach ein paar Minuten sprach der Mann, etwa in meinem Alter, mich an und fragte, ob denn mein Roman fertig geworden sei. Ich überlegte kurz, konnte ihn aber nicht einordnen. Von welchem Roman er sprach, wusste ich ebenfalls nicht. Also fragte ich ihn.

"Der Roman von 2006", antwortete er und deutete auf die andere Straßenseite. Dort liegt das Brauhaus Reissdorf. "Da drüben haben wir uns damals unterhalten." Er fügte paar zusammenhanglose Sätze an, die mir ein wenig suspekt waren. An ihn und an besagten Roman, über den wir angeblich gesprochen haben sollen, erinnerte ich mich immer noch nicht. Wie denn auch, nach neun Jahren? Ich erklärte, dass ich beim besten Willen nicht wisse, welches Werk er meine, weil ich in den folgenden Jahren diverse Dutzend weitere Romane geschrieben habe.

Das nun schien ihm ziemlich suspekt. Ich konnte erkennen, wie es in seinem Kopf arbeitete. Offenbar ging er davon aus, dass ich die meiste Zeit seit 2006 an diesem einen Roman gearbeitet hatte. Doch gleich Dutzende weitere Romane? Ja, ist klar! Er sah mich an, als habe ich den Verstand verloren oder leide an Größenwahn. Kurz setzte er zu einer Entgegnung an, doch dann erhob er sich und ging wortlos durch den strömenden Regen davon. Meine Würfelbrüder grinsten sich eins, während ich ein wenig ratlos zurückblieb. Welchen Roman der mir Unbekannte gemeint hatte, hätte mich nun doch interessiert.

Montag, 4. Mai 2015

Die Intercomic 77 machte Spaß

Am Samstag fand in der Köln-Mülheimer Stadthalle eine weitere Ausgabe der Intercomic statt, der internationalen Comic- und Romanmesse. Schon zum 77. Mal ging sie an diesem Ort über die Bühne. Der Himmel hatte ein Einsehen, es regnete nicht wie an den Tagen davor. So bildete sich vor der Stadthalle schon früh eine lange Schlange Einlass Begehrender. Entsprechend füllten sich die Gänge, und spätestens mittags war die Halle voll. Ich hatte den Eindruck, dass diesmal mehr Besucher da waren als bei den letzten Veranstaltungen. Sie tummelten sich zwischen den Händlern an den zahlreichen Ständen, vor der Bühne und ein paar wenige auch an der Theke.

An jener trank ich mit den alten Stammtisch-Kumpanen Hajo und Norbert ein Kölsch. Beide hatte ich länger nicht gesehen, und es gab einiges zu beschnacken. Auch sonst führte ich zahlreiche Gespräche, zum Beispiel mit den Autoren Horst Hoffmann und Des Romero, mit Joachim Otto von der Romantruhe und mit dem wie immer unermüdlich herumrennenden Gerhart Renner, der mich von einem Fototermin zum nächsten dirigierte.

Dazwischen traf man mich zumeist am Gemeinschaftsstand des Verlags Peter Hopf und des Blitz-Verlages an. Schließlich präsentierten beide neue Romane von mir, und es galt eifrig, die Bücher zu signieren. Hier Falk und Tibor, dort Raumschiff Promet. Anderenorts wurden zwei neue Projekte angeregt, über die zu gegebener Zeit die Rede sein wird. Ich hatte so viel zu tun und war so viel unterwegs, dass die Stunden diesmal buchstäblich an mir vorbeirauschten. Die diesjährige Intercomic mit ihrem besonderen Flair hat mir viel Spaß gemacht. Schön, dass es in einem halben Jahr die Fortsetzung gibt.

Ein ganz besonderes Präsent erhielt ich von dem Maler und Künstler Toni Rohmen: einen Mehnert im Rembrandt-Stil. Toni ist wie ich Mitglied im Hansrudi Wäscher-Fanclub und wurde im vergangenen Jahr an gleicher Stelle für sein künstlerisches Schaffen mit dem "Ritter der Neunten Kunst" ausgezeichnet. Sein Bild von mir hat mich echt umgehauen. Vielen Dank dafür, Toni.



Freitag, 1. Mai 2015

Aufbruch ins Unbekannte

Er ist vor ein paar Tagen erschienen und wird morgen auf der Intercomic in Köln am Verlagsstand von Peter Hopf präsentiert, mein neuer Tibor-Roman. Das siebte Abenteuer um den Sohn des Dschungels, das ich nach Comicvorlagen von Hansrudi Wäscher geschrieben habe, trägt den Titel Aufbruch ins Unbekannte. Der Roman, der den Inhalt der Piccolo-Heftchen 60 bis 80 umfasst, ist mit seinem farbigen Hochglanzumschlag und der Goldprägung wie immer auch optisch ein Schmuckstückchen.

Was ich besonders witzig finde: natürlich handelt es sich wie immer um eine Dschungelgeschichte. Trotzdem kommt diesmal ein dickes Science Fiction-Element darin vor. Denn die mörderische Pflanze, mit der sich Tibor herumschlagen muss, ist kein Gewächs von der Erde. Sie stammt, wie er herausfindet, von der Venus.

"Eine unheimliche Pflanze vertreibt Tibors Freunde, die Ogks, aus ihrer Heimat. Sie wächst ins Unermessliche und droht zu einer Gefahr für die ganze Welt zu werden. Als der Sohn des Dschungels sich ihr entgegenstellt, muss er erkennen, dass das fleischfressende Ungeheuer nicht von der Erde stammt.

Die Pflanze ist nicht die einzige Bedrohung, mit der Tibor konfrontiert wird. Zwei skrupellose Halunken schrecken weder vor Entführung noch vor Mord zurück, um an wertvolle Aufzeichnungen aus dem Weltraum zu gelangen."